Im Land des Herrn | 79. Jahrgang | 2025 - 1

12 2/2025 te: Sie könnten mich umbringen und Rebekka in den Harem holen. – Durch Zufall schaute König Abimelech einmal bei Isaak vorbei und sah durch ein Fenster, wie Isaak seine Frau liebkoste. Da machte ihm Abimelech Vorwürfe und sagte: „Sie ist ja deine Ehefrau. Wie konntest du sagen: Sie ist meine Schwester! Beinahe hätte einer meiner Männer mit deiner Frau geschlafen. Und das wäre Ehebruch gewesen und hätte Fluch über uns gebracht.“ Isaak entschuldigte sich und erklärte seine „Notlüge“. Abimelech aber stellte Isaak und Rebekka unter seinen besonderen Schutz und ordnete an: „Wer diesen Mann oder seine Frau anrührt, wird mit dem Tod bestraft“ (Gen 26,11). – An dieser Geschichte bestätigt sich wieder, dass Gott seine Hand über die von ihm Erwählten hält. Obwohl Isaak keine besonders gute Figur macht (er wirkt feige und unaufrichtig), begleitet ihn jederzeit Gottes Fürsorge. Der erfolgreiche Brunnenbauer Der auf Isaak ruhende göttliche Segen führte bald dazu, dass Isaak immer größeren Besitz gewann. Er erntete „hundertfältig“ (Gen 26,12) und wurde so reich an Herdentieren, dass ihm die Philister aus Neid die lebenswichtigen Brunnen zuschütteten. König Abimelech sah sich eines Tages sogar gezwungen, missgünstigen Stimmen aus seinem Volk nachzugeben und den erfolgreichen Fremden des Landes zu verweisen: „Zieh fort von uns, denn du bist mächtiger geworden als wir.“ – Isaak, der alles andere als eine Kämpfernatur war, gab sofort nach. Er suchte sich neue Weideplätze. Ohne Wasser aber konnte er in der Steppe nicht überleben. So suchte er Gegenden auf, in denen es Brunnen gab, die einst sein Vater Abraham angelegt hatte, die aber von den Philistern nach Abrahams Tod zugeschüttet worden waren. Er ließ sie wieIM LAND DES HERRN Blick vom Tell Beersheba nach Süden in die Wüste Paran

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