Im Land des Herrn | 79. Jahrgang | 2025 - 1

IM LAND DES HERRN 2 2/2025 Ein Heilig-Land-Pilger hat uns verlassen: Sie sehen ein Bild vom verstorbenen Papst Franziskus auf der Vorderseite unserer Zeitschrift: am Ende einer Hl. Messe im Abendmahlssaal in Jerusalem anlässlich seiner Pilgerreise im Jahre 2014 verlässt er das „Obergemach“ mit seiner abgewetzten Aktentasche, ein Bild, das für sich spricht. Papst Franziskus war Pilger und er war mehr: jeden Abend, wenn es ihm möglich war, telefonierte er mit der Pfarrei zur Hl. Familie in Gaza und wurde nicht müde, in seinen Ansprachen an das unaussprechliche Leid der dortigen Bevölkerung zu erinnern. In dieser Ausgabe unserer Zeitschrift begeben wir uns wieder an den See von Genezareth, genauer nach Tabgha, ein Ort, den alle Heilig-Land-Pilger besuchen. P. Ulrich Rauch, neuer Missionar und momentan in Getsemani stationiert, erschließt uns in einer Betrachtung die Aufschrift auf dem dortigen Altarstein. Ein Artikel über das Heilige Grab und die „Bethlehem-Grotten“ in Schönbühel an der Donau wird sicher besonders unsere österreichischen Leser interessieren. In der Woche nach Ostern hatte ich die Gelegenheit, das Heilige Land zu Sehr verehrte Leserinnen und Leser, liebe Freunde des Heiligen Landes! besuchen. Auch wenn es nur wenige Tage und fast nur in Jerusalem und Umgebung waren: überall war greifbar, wie radikal sich das Land verändert hat. Von einem Besuch im Westjordanland wurde mir übereinstimmend abgeraten, es wäre einfach zu gefährlich. Jerusalems Altstadt erscheint fast geisterhaft, wenn man mit früheren Zeiten vergleicht. Trotz all dem konnte ich die dortigen Brüder treffen und mir ein Bild machen: keiner hat das Land wegen der schwierigen Lage verlassen und wir können uns freuen über den dortigen Ordensnachwuchs; gerade wenn ich Ihnen jetzt Mitte Juni diese Worte schreibe, werden in unserem Hauptkloster St. Salvator 14 junge Brüder zu Diakonen geweiht. Und so kommen wir zum hinteren Umschlagbild: ein junger Franziskaner füllt die Ölampullen für Altarkerzen nach: die Franziskaner werden auch in dieser schwierigen Situation die Heimat Jesu nicht verlassen und ihren Dienst an den Heiligen Stätten fortführen. Bitte helfen Sie uns weiter in dieser Mission,

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