20 4/2025 Blick in das Innere der Kirche, der Grabbau im Chor n Waldshut, Teil der Doppelstadt Waldshut-Tiengen im Südwesten Baden-Württembergs an der Schweizer Grenze befindet sich auf dem „Alten Friedhof“ die „Gottesackerkapelle“, dem eigentlichen Patronat nach aber eine „Allerheiligenkapelle“. Die ansehnliche kleine Kirche birgt einen Nachbau des Heiligen Grabes, der leider wenig bekannt ist und darum hier vorgestellt werden soll. Es gab an gleicher Stelle einen Vorgängerbau, denn eine der nunmehr drei Glocken im Dachreiter der heutigen Kirche aus dem Jahre 1575 beklagt die Toten des umliegenden Friedhofes. Ab dem Jahr 1572 finden sich im Stadtarchiv Waldshut Rechnungsbelege für eine Erneuerung des Friedhofes und schließlich erfahren wir aus einem Eintrag des „Jahreszeitenbuch“ der Pfarrei Waldshut aus dem Jahre 1641: „Dedicatio Ecclesiae Sanctorum Omnium. Im Gotzackher. Proxima Dominica ante festum Sancti Laurentii.“, also eine Feier der Kirchweihe der Allerheiligenkirche am Sonntag vor dem Fest des hl. Laurentius. Der heutig Kirchenbau geht auf das Jahr 1683 zurück, als der kaiserliche Salzkontrahent (Salzhändler) Adam Tröndlin den Bau neu errichten I Das Heilige Grab in der Gottesackerkapelle in Waldshut Petrus Schüler
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