Im Land des Herrn | 79. Jahrgang | 2025-4

24 4/2025 IM LAND DES HERRN rants am See Gennesaret angeboten und es gehört wohl zum Programm aller Pilgergruppen, einmal „Petersfisch“ zu essen. Wirtschaftlich wesentlich wichtiger sind jedoch die Sardinen aus dem See Gennesaret, welche im ganzen Land in Dosen erhältlich sind. Wer beides genießen will und auch bei der Fischerei und Fischverarbeitung zusehen möchte, ist im Kibbuz Ein Gev ganz richtig. Dieser Kibbuz, der 1937 hauptsächlich von österreichischen Juden gegründet wurde, bietet in seinem Restaurant als Spezialität den sogenannten Petrusfisch an (zuweilen, wenn man Glück hat, ist auch eine Art „Apfelstrudel“ im Angebot). Es sei aber an dieser Stelle ehrlich gesagt, dass der „Petersfisch“ nicht zwingend nur vom See Gennesaret kommt: gerade im Tal von Hammat Gader sind zahlreiche Zuchtteiche die Lieferanten für diese spezielle Fischart, wie im Bild zu sehen. Der Hafen von Ein Gev wird gerne als Ausgangs- oder Zielpunkt für Bootsfahrten über den See genutzt. 1948 bis 1967 war der Kibbuz die letzte Spitze israelischen Gebietes und stieß im Norden und Osten an das syrische Golangebiet, von wo aus er mehrfach angegriffen wurde; der Zugang war längere Zeit nur über den See möglich. Ein prominenter Bewohner dieses Kibbuz war Teddy Kollek. 1961 und 1990 wurden Ausgrabungen an einem Hügel nahe dem Kibbuz gemacht. Außerdem wurden in der Nähe des Kibbuz vier prähistorische Stätten (etwa 15.000 v. Chr.) entdeckt. Großes Becken in den antiken Badeanlagen Moderne Badeanlagen Petersfisch und Zuchtteiche bei Hammat Gader

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