Im Land des Herrn | 79. Jahrgang | 2025-4

IM LAND DES HERRN 36 4/2025 lich mit Bagatti bei seiner Forschung über das Judenchristentum zusammen. Pietro A. Kaswalder (1952–2014), ein Franziskaner aus Trient, der zur Ausbildung nach Jerusalem kam, blieb beim SBF, um biblische Geographie und Exegese des Alten Testaments zu lehren; er begleitete die Studierenden mit Begeisterung bei Studienfahrten. Virginio Ravanelli (1929–2014) war Franziskaner und stammte ebenfalls aus Trient; im mittleren Lebensalter lehrte er eifrig die Grundlagen des Bibelhebräischen und die Exegese des Alten Testaments. Unermüdlich begleitete er Studien- und Pilgerfahrten. Ich bin nicht der Einzige, der noch von den letzten 50 Jahren des Studium Biblicum Franciscanum berichten kann. Eigentlich sind wir noch vier an der Zahl. Ich möchte den Ältesten unter uns, den Verdienstvollsten und zu Recht Bekanntesten auch außerhalb des SBF erwähnen: Pater Stanislao Loffreda, der 57 Jahre dort lebte, Archäologie lehrte und 12 Jahre dessen Direktor war; nun ist er 92 Jahre alt, in seine Heimat zurückgekehrt und lebt in der Franziskanerprovinz der Marken. Sein Name ist mit Ausgrabungen in Tabgha, Kafarnaum und Kafr Cana sowie der Herodianischen Festungen von Herodion und Macheronte verbunden. Er gilt als anerkannter Experte für Keramiken; er schrieb darüber grundlegende wissenschaftliche Werke. Seine Monographie und seine Artikel über byzantinische Lampen mit griechischen Inschriften genießen ebenso allgemeine Wertschätzung. Möge er unserer Dankbarkeit sicher sein! Ihm wünschen wir ad multos et felices annos. P. Stanislao Loffreda starb am 9. August 2025 im Alter von 93 Jahren in seiner italienischen Heimat und wurde dort begraben. Es wäre auch angebracht, an die verschiedenen Gastprofessoren und die zahlreichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu erinnern, die ihre Kompetenz und ihre Zeit in den Dienst des SBF stellen, in der Bibliothek, im Sekretariat, im Museum oder wo auch immer. Wir erinnern auch an die Kustodien und deren Verantwortlichen, die vor 100 Jahren dieses Institut gegründet und danach unterstützt haben. Um mit einem biblischen Bild abzuschließen, sind wir sicher, dass all ihre Namen im „Buch des Lebens“ eingetragen sind. Übernommen von „Terre sainte“ Juli/August 2024, die Übersetzung besorgte Frau Rose-Marie Eisenkolb Am Eingang des Nationalparks an der Taufstelle in Jordanien erinnert eine Säule an das Wirken von P. Michele Picirillo

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