Im Land des Herrn | 79. Jahrgang | 2025-4

38 4/2025 und analysiert. Einige wurden restauriert, andere – die nicht mehr zu retten waren – werden durch neue Elemente ersetzt. Die für die Grabeskirche zuständigen drei Gemeinschaften (Griechisch-orthodoxes Patriarchat, Armenisches Patriarchat, Kustodie der Franziskaner) haben sich darauf geeinigt, für den Bereich um das Grab denselben Stein zu verwenden, der auch für die Restaurierung der Ädikula verwendet wurde. In den ersten Monaten könnte der neu verlegte Boden sehr rosafarben und neben den grauen Säulen der Rotunde etwas dominant wirken. Wie bei der Struktur, die das Grab umgibt und schützt, werden aber auch diese Platten recht schnell eine typische Patina annehmen. Wenn der Zeitplan für die Arbeiten eingehalten wird, könnte die vollständige Restaurierung des Bodens bis Ende des ersten Halbjahres 2026 abgeschlossen sein. Damit würde ein vor fast zehn Jahren begonnener Zyklus abgeschlossen werden: die Wiederentdeckung, Sicherung und Aufwertung des Heiligen Grabes. Eine weltweit einzigartige Baustelle, die zugleich eine Baustelle des Glaubens, der Wissenschaft und der religiösen Diplomatie ist. Die Arbeiten in der Basilika sollen in dem den Franziskanern vorbehaltenen Teil wiederaufgenommen werden: es geht dann darum, der Kapelle der Erscheinung Jesu vor seiner Mutter (die Sakramentskapelle) ihre ursprüngliche, mittelalterliche Ausstrahlung wieder zu geben. Aus: Eco di Terrasanta 5-2025, die Übersetzung besorgte Petrus Schüler IM LAND DES HERRN Blick in die Rotunde der Grabeskirche mit dem alten, beschädigten Plattenbelag Kein Land in Sicht? Gaza zwischen Besatzung, Blockade und Krieg. Lesung und Vortrag mit Bildern Franziskussaal (U4/5, Haltestelle Lehel) 9. Februar 2026, Beginn um 19.30 Uhr Katholische Pfarrkirchenstiftung St. Anna im Lehel St. Anna-Straße 19, Tel. (089) 2121820, www.st-anna-muenchen.de In Zusammenarbeit mit dem Münchner Bildungswerk Johannes Zang (Jg. 1964) hat fast zehn Jahren in Israel und Palästina gelebt und als Zitronenpflücker, Musiklehrer, Journalist und Reiseleiter gearbeitet. Er wird Meilensteine des seit 1882 schwelenden Konflikts aufzeigen, Stellen aus seinem neuen Buch lesen und über die aktuelle Lage informieren. Immer wiederkehrende Begriffe der Berichterstattung wie etwa Hamas – Fatah – Likud – nationalreligiöses Lager – Nakba – Siedlungen – From the river to the sea – Ultraorthodoxe – „israelische Araber“ werden ebenso erklärt. Zang beleuchtet Leerstellen der deutschen Berichterstattung ebenso wie das israelische und palästinensische Friedens- und Menschenrechtslager sowie Pläne von Israelis oder Palästinensern für den Tag X nach dem Krieg. Sein aktuelles Buch KEIN LAND IN SICHT? ist ebenso an diesem Abend erhältlich wie frühere Bücher.

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