Der Autor Armin Rivera Miranda ofm war lange Diakon der Franziskanerpfarrei San Antonio in Santa Cruz de la Sierra. Seit Anfang 2026 lebt und arbeitet er in der Pfarrei El Hospicio in Cochabamba, Bolivien. Übersetzung aus dem Spanischen: Pia Wohlgemuth Jugendliche der Gemeinde San Antonio in Santa Cruz de la Sierra gehen den Kreuzweg Jesu nach. Gesellschaftliche Wirkung Die Darstellung zieht zahlreiche Gläubige und Anwohner an, die den Weg mit Respekt und innerer Sammlung begleiten und so die Straßen in einen öffentlichen Raum des Glaubens verwandeln. Die starke Beteiligung der Gemeinschaft zeigt die Lebendigkeit religiöser Traditionen im heutigen urbanen Kontext. Zugleich bricht die zentrale Rolle der Jugendlichen mit dem Vorurteil, Religiosität sei vor allem eine Angelegenheit älterer Generationen, und zeigt stattdessen eine lebendige Kirche in ständiger Erneuerung. Die visuelle und emotionale Wirkung der Darstellung trägt dazu bei, die Teilnehmenden zu sensibilisieren und gemeinsame Momente der Reflexion über Leiden, Ungerechtigkeit und die Notwendigkeit von Solidarität, Vergebung und Nächstenliebe zu schaffen. Auf diese Weise überschreitet der lebendige Kreuzweg den rein religiösen Rahmen und wird zu einer gesellschaftlich relevanten Botschaft. Die Beteiligung der Jugendlichen zeigt, dass der Glaube weiterhin ein Raum der Begegnung, der Bildung und der persönlichen Wandlung ist. Zugleich erweist sich die Darstellung des Kreuzwegs als wirksames Instrument der Evangelisierung, das die Botschaft des Evangeliums in einer nahen und zeitgemäßen Weise vermittelt. 29
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