Reichtum der Schöpfung Leben mit denen, die anders sind Wohin Sie auch schauen, liebe Leserinnen und Leser, Sie werden keinen Menschen entdecken, der wie Sie ist. Jeder ist anders! Jeder ist einmalig. Je weiter weg Sie schauen, desto deutlicher nehmen Sie das wahr: Ein Bayer ist anders als ich Norddeutscher, erst recht ein Afrikaner oder Asiate. Jeder ist anders. Selbst wenn Sie in Ihre engste Umgebung schauen, keiner ist wie Sie: Ihre Tochter, Ihr Sohn, Ihre Mutter, Ihr Vater, Ihre Frau, Ihr Mann – jeder ist einmalig und darum anders als Sie, selbst wenn Sie sich gleichen. Das Anderssein ist geradezu die Voraussetzung, dass ich lebe. Wäre meine Mutter nicht eine Frau, mein Vater nicht ein Mann, es gäbe mich nicht. Wie geht es Ihnen mit dem Anderssein der anderen? Wie können Sie damit leben, dass es nichts auf dieser Welt gibt, das wie Sie ist: keinen Menschen und erst recht kein anderes Geschöpf? Wie können Sie damit leben, dass selbst Menschen, die Ihnen ganz vertraut sind, immer noch etwas Fremdes und Geheimnisvolles behalten? Manche erleben das als Bedrohung, die Aggression weckt oder sie auf Distanz gehen lässt. Andere sind geradezu fasziniert, fremde Menschen und Bräuche kennenzulernen; sie legen weite Strecken zurück, um andere Länder und Kulturen zu erleben; sie gehe zum Italiener, um zu 10
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