Wallfahrtsthema 2026: „Hab Mut, steh auf!“ Grüss Gott, liebe Freunde unserer Basilika! 2 3 Wir freuen uns, dass Sie einen Besuch in Vierzehnheiligen und im Gottesgarten am Obermain machen und wünschen Ihnen gute Tage hier bei uns. Nehmen Sie das Basilikaheft gern mit und reichen Sie es auch an Bekannte und Freunde weiter. Die Titelseite zeigt die dritte Erscheinung des Hirten Hermann Leicht, bei der sich ihm in Frankenthal (so hieß Vierzehnheiligen damals) am 28. Juni 1446 das Christkind und die 14 hl. Nothelfer zeigten. Das Bild befindet sich in der Kirche in Haßlach im Frankenwald, wo auch der Vierzehnheiligenaltar steht, der im Vorgängerbau der Basilika als Wurzel Jesse das Innere zierte. Die lateinische Inschrift des Bildes besagt: „Ihr 14 hl. Nothelfer – kommt uns in unseren Bedrängnissen zu Hilfe!“ Die Wallfahrten 2026 haben wir unter das Motto des Würzburger Katholikentags gestellt: „Hab Mut, steh auf!“ In unseren unsicheren Zeiten brauchen wir alle Mut und Zuversicht. Vor 800 Jahren starb am 3. Oktober 1226 unser Ordensgründer, der heilige Franz von Assisi, der in der Basilika am linken Vierungsaltar abgebildet ist. Ein kurzer Aufriss seines Lebens würdigt sein Wirken. P. Rudolf Lunkenbein, ein Salesianer Don Boscos (SDB), stammt aus Döringstadt bei Ebensfeld und wurde vor 50 Jahren in Brasilien von weißen Siedlern ermordet, da er sich als Missionar für die Landrechte der Indianer einsetzte. Für ihn läuft aktuell ein Seligsprechungsverfahren im Vatikan. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen sein Leben kurz vor. In unserer Klosterchronik können Sie bedeutsame Ereignisse des vergangenen Halbjahres nachlesen. Nachrufe erinnern an verdiente Personen aus dem Umkreis der Basilika, die gestorben sind und die wir bei Gott im Himmel in guten Händen wissen. Herzlich laden wir von Mai bis August 2026 wieder jeden Freitag um 15.00 Uhr zu den „Orgelkonzerten zum Freitagsläuten“ in die Basilika ein. Das aktuelle Programm finden Sie im Heft. Nicht fehlen darf das vertraute Gespräch der kleinen Kapelle mit der Basilika, das Ihnen hoffentlich wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Veranstaltungshinweise und Termine fürs zweite Halbjahr 2026 finden Sie wie gewohnt auf den hinteren Seiten des Basilikahefts. Die letzte Seite dieser Ausgabe zeigt Markierungen an den Wanderwegen des Gottesgartens, die dazu locken, sich auf den Weg zu machen und die Gegend hier zu erkunden. „Gehen ist des Menschen beste Medizin“, wusste schon im 5. Jh. v. Chr. Hippokrates, der „Vater der Medizin“. Wir Franziskaner von Vierzehnheiligen und das Basilika-Team wünschen Ihnen beschauliche Tage, unvergessliche Erlebnisse, viel Mut, heitere Gelassenheit und begeisterte Augenblicke, eine stabile Gesundheit und auf allen Ihren Wegen Gottes Schutz und Segen, Ihr P. Maximilian. „Hab Mut, steh auf!“ (Mk 10,49) – das Motto des diesjährigen Katholikentags in Würzburg haben wir als Wallfahrtsthema aufgegriffen, zumal der Großteil unserer Wallfahrer/innen aus diesem Bistum zu uns kommt. „Hab nur Mut!“ meint erst einmal: „Hab keine Angst, fürchte dich nicht!“ Mit solchen Worten wirbt Gott immer wieder um unser Vertrauen und versichert uns seine Nähe in guten wie in schlechten Zeiten. „Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich!“ laden die Jünger Jesu bei Jericho den blinden Bartimäus ein, der mutig seinen Mantel wegwirft, aufspringt und auf Jesus zuläuft. Er möchte wieder sehen können. Sein Vertrauen in die göttliche Macht Jesu konnte ihn von seiner Blindheit befreien. Es braucht schon Mut, bei all den negativen Nachrichten, die wir täglich hören und lesen, daran zu glauben, dass Jesus uns ein Leben in Fülle schenken möchte. „Hab nur Mut, steh auf!“ Darin steckt die Ermutigung: „Trau dich, werde aktiv, wage Mut, riskiere den ersten Schritt! Erhebe dich und steh dazu! Nimm dein Leben in die Hand!“ „Steh auf!“ bedeutet: „Bleib nicht in deiner Trägheit gefangen, es hilft nichts, wenn du nur dein Elend bejammerst und meinst, es könnte dir ohnehin niemand helfen.“ Die Bibel erzählt uns viele Mut-Geschichten, die neue Perspektiven eröffnen. Und oftmals fordert uns Gott selbst auf, Mut zu haben und beherzt aufzustehen. Der hl. Georg kann uns da ein Vorbild sein. „Steh auf!“ Dieser Auftrag fordert heraus, die Angst zu überwinden und den Mut zu wagen: „Setz dich ein für Menschen, die von anderen angegriffen und ausgegrenzt werden! Kämpfe für dein eigenes Recht! Bekenne mutig deinen Glauben gerade auch da, wo er lächerlich gemacht wird! Wage die Auferstehung in deinem Leben!“ „Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich!“ „Jesus ruft dich!“ Wie Bartimäus darfst auch du blind und mutig seiner Einladung folgen, ihm dein Leben und deine Hilfsbedürftigkeit anzuvertrauen. Wage den Schritt auf Jesus hin! Mach dich also auf den Weg! Geh ihm entgegen! Erzähle ihm von deinem Traum, den du persönlich vom Leben hast! Sag ihm, was du von ihm erhoffst! Bitte ihn, dass er dir weiterhilft im Leben, wo du keinen Ausweg und keine Lösung mehr siehst! Er hat die Kraft, das, was in uns erstarrt ist, in Lebenslust zu verwandeln. Er wird das Tote in uns lebendig machen und uns die Kraft schenken, das Gute in dieser Welt siegen zu lassen. Er kann uns die Augen öffnen, wo wir wichtige Details aus dem Blick verloren haben. Er heilt unsere Blindheit, damit wir neue Aus- und Lichtblicke erfahren.
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