s e el sorgl icHe d i enst e Die Kustodie des Heiligen Landes 18 Die Franziskaner üben ihre seelsorglichen Dienste in 29 Pfarreien und vielen anderen Kirchen und Ka- pellen aus, u. a. in den drei größten Pfarreien des Heiligen Landes, Jerusalem, Bethlehem und naza- reth. neben diesen großstadtpfarreien gibt es auch eine reihe von Dorfpfarreien, einschließlich in sy- rien und im Libanon. Der schwerpunkt liegt in den arabischen Pfarreien im Heiligen Land. Die Pfarrar- beit ist im wesentlichen dieselbe wie in allen ande- ren Pfarreien überall auf der Welt: Katechismusun- terricht, sakramentenspendung, Jugendarbeit, der Dritte Orden des Hl. Franziskus (Franziskanische gemeinschaft), gebetsgruppen und die arbeit in anderen gruppen und Verbänden, geistliche Be- gleitung, soziale aktivitäten und Caritasarbeit. Die franziskanischen Pfarreien im Heiligen Land wur- den für den Dienst an den katholischen Christen des Lateinischen ritus gegründet (so werden die römisch-katholischen Christen dort genannt). Über Jahrhunderte hinweg waren Franziskaner ihre ein- zigen Priester. Heute jedoch teilen sich die Franzis- kaner die Verantwortung mit den Pfarrgeistlichen des Lateinischen Patriarchats, das 1847 von Pius iX. wiedererrichtet wurde. eines der besonderen ereig- nisse, an dem der geist der Verbundenheit deutlich wird, ist die Prozession am Palmsonntag von Bet- fage auf dem Ölberg zur Kirche der Hl. anna in der altstadt von Jesrusalem, an der alle Pfarreien des Lateinischen ritus teilnehmen, nicht nur die fran- ziskanischen Pfarreien. im mittleren Osten sind die Katholiken des Lateini- schen ritus unter den Christen immer eine minder- heit gewesen. Die mehrheit ist griechisch-orthodox. zur katholischen minderheit gehören auch vie- le gläubige des orientalischen ritus, die mit dem Papst in rom verbunden sind (sog. unierte Kirchen). pfadfinder der pfarrei des Hl. erlösers, Jerusalem.

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