1/2026 9 oben. Das Felsengrab war im Mittelalter Teil einer heute als Moschee genutzten zweiten Kirche. Der ursprüngliche direkte Zugang von der Kirche aus wurde vermauert, stattdessen erreichten die Franziskaner 1613, eine steile Treppe mit 24 Stufen von der Straße aus anlegen zu dürfen, um ins Grab zu kommen, ohne die Moschee betreten zu müssen. Das Grab selbst wurde mehrfach umgestaltet. Es besteht aus einem Vorraum mit einem mittelalterlichen Spitzbogengewölbe und der Grabkammer, in welcher aber die Loculi, die Plätze für die Verstorbenen, vermauert sind. Gegenüber dem Lazarusgrab hat man weitere Gräber gefunden. Oberhalb des Lazarusgrabes befindet sich die neue griechisch-orthodoxe Lazaruskirche (1965), die aus Ober- und Unterkirche besteht. Daneben liegt die Ruine einer der Wehrtürme, die die Königin Melisenda zur Sicherheit der Nonnen anlegen ließ. Archäologische Sondierungen ergaben, dass das Dorf Betanien ursprünglich oberhalb des Lazarusgrabes lag. Ein jüdisches Grab konnte ja nicht innerhalb eines Ortes liegen. links der Eingang, rechts das eigentliche Grab © MAB/CTS Eingang zum Grab in früheren Zeiten ©Library of Congress Prints and Photographs Division Washington, D.C. 20 540 USA Betanien Betanien
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