Im Land des Herrn | 80. Jahrgang | 2026-3

3/2026 21 Engelbert Kolland Engelbert Kolland 427 Zillertaler ihre Heimat, davon etwa 100 aus dem Dorf Ramsau. Die meisten gingen nach Preussen (Schlesien). Im Zentrum des Ortes wird mit einem Gedenkstein an das Schicksal aller dieser Vertriebenen erinnert. Die Familie Kolland entschied sich, in die Steiermark auszuwandern und damit das Lochhäusl für immer zu verlassen. Sie ließen sich in Rachau bei Knittelfeld nieder, wo sie zumeist im „Suppigut“ wohnten. Bei der Auswanderung besuchte Kajetan Kolland den Fürsterzbischof Schwarzenberg in Salzburg, der in der Folge die beiden Kollandbuben Florian und Michael, die in Ramsau geblieben waren und einer frommen Frau Namens Garber Moidl anvertraut worden waren, beim Studium unterstützte und in die Wohngemeinschaft, der Vorstufe des späteren Knabenseminars, aufnahm. Kajetan und Maria Kolland traten bereits ein Jahr nach der Auswanderung wieder in die Kirche ein, blieben aber in der Steiermark. Der Schulbetrieb machte dem kleinen Zillertaler große Schwierigkeiten, so sehr, dass er mehrmals das Studium unterbrach und auch aus disziplinären Gründen hinausgeworfen wurde. Bei der letzten Studienunterbrechung ging Michael 1845 nach Rachau und verbrachte dort einige Monate bei den Eltern mit Holzarbeit bis er sich entschloss, wieder ins Studium einzusteigen. Das Suppigut, das bis in die 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts bewohnt und mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben war, wurde 2009 durch den rührigen Pfarrer von Zell am Ziller, Dekan Ignaz Steinwender und Baumeister Martin Luxner erworben. Im Jahre 2019 wurde das Haus in nur zwei Wochen von Markus Emberger mit drei Zimmerern der Firma Binder Balken für Balken, Brett für Brett abgetragen, wobei über 400 Teile markiert wurden. Zufällig am 10. Juli 2019, am Gedenktag des heiligen Engelbert, wurde das Haus mit einem Sattelschlepper nach Zell am Ziller transferiert. Mit Baumeister Hansjörg Egger, der die baulichen Voraussetzungen schuf und unter Bauleitung von Simon Ender wurde das Haus dann von Markus Emberger und den drei Eröffnung des Engelbert-Kolland Museums im umgesetzten Haus der Familie

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