3/2026 25 „Alles, selbst das Türmchen, ist aus solidem Stein- und Mauerwerk ausgeführt, so daß man sich wundern muß, warum nicht auch die Liegestätte des Herrn, wenn schon nicht aus Stein ausgeführt, ähnlich der Felsenbank im Original zu Jerusalem, wenigstens doch gemauert wurde“ (Steinmair, S. 236). Der Rundbau verfügt über eine reich verzierte Decke mit Blumen, Ranken, Blüten und verschiedene Wappen von „Mitstiftern“. In den Zwickeln befinden sich Seccomalereien (1540), die in gewisser Weise den Kreuzweg fortsetzen: Kreuzabnahme, Christus in der Vorhölle, „Noli me tangere“, Beweinung, Begegnung in Emmaus, Christi Himmelfahrt und schließlich das Weltgericht. Die Weihe der Kapelle erfolgte nicht nach der Vollendung des Baues, denn in diesen Jahren war auch Tirol von Auswirkungen der Reformation erschüttert. Erst 1578 erfolgte die Weihe durch den Brixener Weihbischof Johannes Thomas, Freiherr von Spaur. Der derzeitige Bischof von Bozen-Brixen, Msgr. Ivo Muser, der zwei Jahre Kooperator (Kaplan) in Toblach war und öfter den Kreuzweg hinaus zur Heilig-Grab-Kapelle gegangen ist, schätzt diese Anlage und sagt selbst in einer Predigt: Mögen die fünf Stationen des „ältesten Kreuzwegs Tirols“ und das Verweilen in der LerschaHeilige Gräber Heilige Gräber Skizze der Kapelle Inneres der Kapelle
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