3/2026 27 dessen Andenken ein marmorner Gedenkstein neben der Sakristeitür eingefügt wurde. Ebenfalls aus Marmor ist der Türstein, der die Widmung der Kapelle angibt: Zu ehren des H Grabs Christi. Wie schon am Anfang gesagt, wird im Inneren nicht der Jerusalemer Grabbau nachgeahmt, sondern der Zentralraum öffnet sich gen Osten, um zwischen zwei Altären den Blick auf die Engelskapelle und die dahinterliegende Grabkammer mit Grabbank freizugeben. Die Altarblätter vom Maler Stephan Kessler (1622–1700) haben Kreuzigung und Kreuzabnahme als Thema. Zu beiden Seiten eines kunstvoll gearbeiteten Eisengitters stehen zwei lebensgroße Wächter des Grabes. Ist das Gitter geöffnet, tritt man in die „Engelskapelle“ ein, die hier aber nur ein Durchgang ist und aus zwei Stufen besteht. Die Grabeshöhle ist wirklich wie eine Höhle gestaltet und verfügt über keine Fenster. Steinmair beschreibt sehr treffend: „… steht man in der Grabeshöhle selbst, so dünkt man sich wie auf einer Theaterbühne: ein in Leim getauchtes Tuch ahmt den gehauenen Grabesfelsen mit Kanten, Ritzen und Vertiefungen nach; der Farbton ist der des grauen Felsgesteins. Auf den Seiten stehen hintereinander schön geschnitzte Bretter wie gehauene Innenansicht Übersichtsplan Grabhöhle Heilige Gräber Heilige Gräber
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