Franziskaner - Herbst 2025

43 FRANZISKANER 3|2025 In memoriam Dietmar Ruß lebte seit 2011 im Bruder - Jordan - Altenzentrum in Dortmund. 1931 in Halle an der Saale geboren, wurde er 1952 zunächst in den Dritten Orden, 1954 in den Ersten Orden in die Provinz Saxonia aufgenommen. 1958 legte er in Rietberg die Feierliche Profess ab und arbeitete dort sowie in Hagen und Paderborn in Küche, Sakristei und Pforte. Ab 1962 war er als Gärtner in Grottaferrata tätig, ab 1965 als Hausmeister im Antonianum in Rom. In der Zeit von 1983 bis 2011 verrichtete Br. Dietmar in Dorsten, Werl, Paderborn und nochmals in Werl den Dienst an der Pforte. Er wurde als freundlicher, zugewandter Mensch erlebt, der sich für viele Themen interessierte. Am 25. Juni 2025 verstarb er im Alter von 93 Jahren. Hermann Borg starb am 4. Juli 2025 im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts und wurde in Subukia (Kenia) beigesetzt. 1943 in Herne geboren, trat er 1965 in die Franziskanerprovinz Saxonia ein und empfing 1971 die Priesterweihe. Er war einer der 29 Pioniere im internationalen Afrika-Projekt des Franziskanerordens, wo er ab 1983 in der Pfarrei »St. Franziskus von Assisi« in Subukia wirkte, die St. Francis Secondary School gründete und die Franziskanische Jugendbewegung (YOUFRA) aufbaute. Er entwickelte das interreligiöse »Mother-Earth-Netzwerk«. Wegen seines unermüdlichen Einsatzes für »Mutter Erde« und unzählige Baumpflanzaktionen wurde P. Hermann geschätzt und liebevoll »Baba Miti« (Kisuaheli: Vater der Bäume) genannt. Karl Maderner gehörte zur Österreichischen Franziskanerprovinz, ist aber vielen in der Franziskanischen Familie bekannt als Gründer und Leiter des Hauses der Stille in Heiligenkreuz am Waasen. Hier wirkte er ab 1979 als Begleiter, Kursleiter, Ideengeber und Mutmacher. Er stand für ein offenes freiheitliches Denken in der Kirche, eine direkte Sprache und zugleich einen tiefen Glauben. In Österreich hat er die Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft (INFAG) mit aufgebaut. Geboren 1942 in Baden bei Wien, trat er 1966 in den Orden ein und wurde 1972 zum Priester geweiht. Die letzten Lebensjahre verbrachte er in der Gemeinschaft des Shalomklosters in Pupping. Am 21. Juni 2025 ist er im Alter von 82 Jahren verstorben. Andreas Meinhardt verbrachte die letzten Monate ebenfalls im Bruder-Jordan-Altenzentrum in Dortmund, wo er am 5. Juli 2025 im Alter von 89 Jahren verstarb. Geboren am 30. Juni 1936 in Preichau in Niederschlesien, begann er 1955 sein Theologiestudium in Erfurt. 1960 trat er in die Schlesische Franziskanerprovinz ein und wurde 1962 zum Priester geweiht. Die Erfahrungen als Ordenspriester in der DDR, so als Pfarrseelsorger in Halle/Saale und Halberstadt, blieben für seine weitere Lebenszeit prägend. Nach der Wende versah er seelsorgliche Dienste in Werl, Ottbergen, Warendorf, im Alten- und Pflegeheim in Winterberg-Grönebach sowie im Josefinenstift in Dortmund. Mit Erreichen des 80. Lebensjahres 2016 gab er diese Aufgabe ab, betätigte sich aber weiterhin als geschätzter Beichtvater und Begleiter vieler Menschen. Stefan federbusch OFM »Wenn ich gestorben bin, dann feiert nicht mich und auch nicht den Tod. Feiert den, der ein Gott von Lebendigen ist!« nach Kurt Marti

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