Erinnerungen sind gnädig, meist bleiben nur die guten. Zeitzeichen-Redakteur Philipp Gessler war bis zum Abitur neun Jahre lang Schüler des „Franziskanergymnasiums Kreuzburg“ im südhessischen Großkrotzenburg. Nun wird nach fast 60 Jahren das Kloster der Franziskaner an der Schule geschlossen, wegen Nachwuchsmangel. Was bedeutet das für die Entwicklung konfessioneller Schulen? Ein melancholischer Essay.
Es gibt unschöne Geschichten: Der Pater, der meinem Mitschüler Börries im Unterricht mit einem Feuerzeug am Nacken ein paar Haare ansenkte, weil er einen Witz machen wollte, und nicht realisierte, dass das echt weh tat. Der Pater, der mich noch am allerletzten Schultag anbrüllte, weil ich beim „Abistreich“ mit Frauenkleidern in seine Physikstunde platzte und allen Mitschülerinnen und Mitschüler einer unteren Klasse zurief, sie sollten sofort auf den Schulhof gehen, wo es jetzt Freibier gebe. Der Pater, damals der Rektor, der mich im Sekretariat antanzen ließ, weil ihn beschimpfende Flugblätter aufgetaucht waren und er von mir als Redakteur unserer Schülerzeitung „Pater Noster“ wissen wollte, wer die wohl geschrieben habe – was ich nicht wusste, aber auch nicht verraten hätte, wenn ich es gewusst hätte, großes journalistisches Ehrenwort!
Das sind Schulgeschichten – und alle Menschen, die jemals ein paar Jahre in einer Schule verbracht haben, also hierzulande fast alle, können komische, traurige und (hoffentlich) schöne Anekdoten erzählen, wenn sie an ihre Schulzeit zurückdenken…
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