34 3/2025 jedoch den heidnischen Gott selbst bildlich darzustellen), Opfergaben für den Tempel, die Weihe Aarons (Ex 29,1–9), Tempelgeräte sowie einen Kranz zwischen Löwen. In einer der Stifterinschriften im Seitenschiff wird ein Tanhum, Sohn des Judan genannt, möglicherweise der Sohn oder Vater des Judan, Sohn des Tanhum (es ist im Judentum üblich, einen Sohn nach dem verstorbenen Großvater zu benennen) aus der anderen Synagoge (an der Stelle der Annakirche, s. o.). Auf dem Hügel liegt eine weitere luxuriöse römische Villa aus dem 3. Jahrhundert n. Chr., die wohl durch das Erdbeben von 363 n. Chr. zerstört wurde. Größtenteils gut erhaltene Mosaike gehörten zum Speisesaal und zeigen Szenen aus dem Kult des Gottes Dionysos, mit der „Mona Lisa von Sepphoris“ in der Mitte, einem besonders schönen und fein gearbeiteten Frauenbildnis. Die weithin sichtbare kubische Zitadelle auf der Kuppe des Berges stammt aus der Kreuzfahrerzeit; byzantinisches und römisches Material wurde dabei wiederverwendet, Sarkophage dienen als Ecksteine. Eine Festung aus der Zeit um 150 v. Chr. konnte nachgewiesen werden. Noch ältere Kleinfunde aus der Bronze- und Eisenzeit belegen eine frühere Besiedlung dieses Ortes; es wurden aber aus jener Zeit keine Gebäudereste entdeckt, da diese wahrscheinlich bei späteren Bebauungen abgetragen wurden. Teile der Zitadelle und ihres Eingangs sind auf eine Wiederherstellung durch den Beduinenfürsten Daher al-Omar von Akko (18. Jahrhundert) zurückzuführen. In der jüngeren Vergangenheit befand sich im Gebäude die Schule des Dorfes. Heute ist darin eine kleine Ausstellung, die vor allem über die jüdische Geschichte von Sepphoris informiert, untergeIM LAND DES HERRN Nachträglich verwendetes Steinmaterial der Zitadelle Jagdszene auf dem besagten Mosaik, die Zerstörungen durch Steine sind erkennbar © G. Klaus
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