38 3/2025 Buchempfehlung Karl-Heinz Fleckenstein, Louisa Fleckenstein Orte der Weihnacht im Heiligen Land Leipzig: St. Benno Verlag 2023 80 Seiten mit zahlr. Bildern ISBN 978-3-7462-6444-8 Mit diesem ansprechend gestalteten Buch ist dem Autoren- und Ehepaar Fleckenstein wirklich etwas Originelles gelungen. Beide haben sich im Heiligen Land gefunden, haben geheiratet und sind als Familie im Heiligen Land geblieben, haben auch zusammen als Archäologen gearbeitet und lange gemeinsam als Fremdenführer Pilgern die heiligen Stätten der Christenheit erschlossen. Diese reiche Lebenserfahrung kommt in der hier vorliegenden Publikation zum Tragen. Der promovierte Theologe und die diplomierte Fremdenführerin, die selbst gebürtig aus Betlehem stammt, haben nicht einfach – und einmal mehr – Betrachtungen zu markanten Punkten in und um Betlehem zusammengestellt, sondern erläutern die historischen Quellen zu den einzelnen Orten, ergänzen aktuelle archäologische Befunde und vertiefen ihren Blick um spirituelle Ausführungen, die die gegenwärtige höchst schwierige Situation im Heiligen Land Palästina/Israel nicht umgehen. In „Jesus von Nazaret – Geboren in Betlehem?“ (S. 10–13) wird gleich auf die wichtige Frage eingegangen, wie historisch gesichert Betlehem überhaupt als Geburtsstätte des Herrn ist. Kritik aus der Fachwelt greifen die Autoren auf, erläutern offen die Argumente für und wider und machen mit verständlichen Worten plausibel, dass die christliche Tradition und Überzeugung nicht bloß eine Idee ist, sondern gute Fundamente in der Bibel, in der Geschichte und auch in der Archäologie findet, die sie plausibel machen und als gut und redlich glaubbar dargestellt werden können. Wie oft sind Pilgerführer auf dem Weg von Jerusalem nach Betlehem mit einem kurzen Hinweis an „Marienrast“ (S. 14–17) am Wegesrand vorbeigefahren. Hier liefern Fleckensteins selbst einem, der meint, sich einigermaßen auszukennen, Neues und Interessantes. Dasselbe gilt für „Salome – Marias Hebamme“ (S. 26–29) und „Herodes – Ein Tyrann verschließt dem Messias sein Herz“ (S. 42–47), dessen Grab am Herodion erst 2007 entdeckt worden ist. Die Geburtsbasilika wird ausführlich als „älteste Kirche der Welt“ (S. 48–53) beschrieben und ihr Wert als geistlicher Ort erster Güte gewürdigt. Die letzten Restaurierungen werden in Wort und Bild gewürdigt. Ausführlich findet das Gerasimos-Kloster bei Jericho als Hinweis auf einen „Zufluchtsort der Heiligen Familie – Auf dem Weg nach Ägypten“ (S. 54–59) Erwähnung. Auch hier wird der vermeintliche Kenner des Heiligen Landes mit einer Reihe von interessanten Informationen überrascht. „Das Friedenslicht – Ausgesandt in alle Welt“ (S. 60–63) war ursprünglich eine spontane Idee aus Österreich, hat sich aber mittlerweile europaweit als Tradition etabliert, gelangt von Betlehem mit Hilfe der Pfadfinder in der Weihnachtszeit zu unzähligen Pfarreien und bringt so das Licht von Betlehem zu den Herzen vieler Menschen. Der Abschnitt „Die Marienikone auf der Sperrmauer – Zeichen der Hoffnung“ (S. 64–67) beleuchtet die andauernde bedrängte Situation der Palästinenser, für die die Mauer ihre Heimat oft als „Gefängnis“ erleben lässt. Der englische Künstler Ian Knowles hat seiner Ikone auf der blanken Betonmauer den Titel „Maria, die
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