Im Land des Herrn | 80. Jahrgang | 2026-1

1/2026 31 Die Drüggelter Kapelle Die Drüggelter Kapelle befindet sich direkt am Möhnesee in der gleichnamigen Gemeinde „Möhnesee“, ca. 10 km südlich von Soest. Der Außenbau ist schlicht und unauffällig; der Grundriss ist ein Zwölfeck, angefügt sind nur im Osten eine Apsis und die Vorhalle. Ein kleiner Glockenturm befindet sich in der Mitte der Dachstruktur. Gustaf Dalman schreibt schon vor über 100 Jahren – er hat die Kapelle im April 1916 besucht – „Kein Heiliges Grab, aber nach der Meinung mancher durch die Grabesrotunde in Jerusalem in der Form bestimmt, ist die Kreuzeskapelle von Drüggelte in Westfalen…“. In der Tat gibt dieser Bau viele Rätsel auf, was seine Gründung, Bestimmung und Nutzung angeht. Halten wir zuerst das fest, was sich einigermaßen sicher festmachen lässt: Erbauer war ein Graf Gottfried von Arnsberg, der sich auch am „Kreuzzug von Damiette“ 1217–1221 letzten Renovierung steht ein schlichter, aber würdiger Altar im Mittelpunkt des Polygons. Der Altar in der östlichen Apsis der Kapelle mit der Statue des Hl. Matthias ist eine Arbeit von Christian Mohr aus dem Jahre 1844. Die Kapelle liegt außerhalb der Ortschaft im ehemaligen Burgbereich und wird eifrig betreut von der Matthias-Bruderschaft Kobern, deren Mitglieder auch heute noch nach Trier zum Grab des Hl. Matthias pilgern. Sie sorgen auch dafür, dass die Kapelle vom Palmsonntag bis Allerheiligen jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet ist und besichtigt werden kann. Es sind vor allem Wanderer, die hier vorbeikommen und dann überrascht in diesem harmonischen, romanischen Zentralraum stehen und staunen. Auch Brautpaare schätzen den Kapellenraum und die Möglichkeit, auch die zivile Eheschließung hier im anschließenden Gebäude durchführen zu können. Verwendete Literatur Dalman, Das Grab Christi in Deutschland, Leipzig 1922 Zänker-Lehfeldt, Die Matthiaskapelle, Rheinische Kunststätten Heft 133, 1984 Flyer in der Kapelle (Besuch 2026) Kreuzeskapelle Kreuzeskapelle Äußeres der Kapelle * * * *

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