2/2026 15 Der Kibbuz Ein Gev Petrus Schüler OFM on Kursi südlich am See entlang sind es nur 5 km, bis man zum Kibbuz Ein Gev gelangt. Zwar ist Ein Gev kein biblischer Ort, aber viele Pilger machen dort Rast und es lohnt sich, etwas von der Geschichte dieses Ortes am See Gennesaret zu erfahren. Auf alten Landkarten ist der Ort – wie auch Kursi – nicht eingezeichnet. Bis in die jüngste Zeit war das Ostufer des Sees nur dünn besiedelt; der Küstenstreifen am Fuß der Golanhöhen ist nur schmal und zusätzlich von Flussläufen durchzogen, die teilweise zu Wadis werden. „Woerls Reisehandbücher-Jerusalem und Das heilige Land“ schreibt noch 1890: Beim Besuche… hat man sich vor Beduinen in Acht zu nehmen. Der Autor – es ist Johannes Fahrngruber, viele Jahre Rektor des Österreichischen Hospizes in Jerusalem – wird aber schwärmerisch, wenn er an der Westseite des Sees steht und sagt: Der Osterwallfahrer wird die besten Eindrücke mitnehmen; denn er wird eine üppige Vegetation antreffen, die Abhänge mit saftigem Grün bekleidet, und überraschend mildes Klima; das prächtige Seebecken liegt nämlich schon 190 Meter eingesenkt unter der Mittelmeerfläche. Wonnig sind die Abendlüfte, und äusserst zart das abendliche Farbenkleid der mässig hohen, aber im Osten steil abfallenden Berge, die dem See zur Einfassung dienen. Das Westufer bot sich also immer schon viel mehr für eine ständige Besiedlung an. Zu Recht wird der nordwestliche Bereich des Sees auch als „evangelisches Dreieck“ bezeichnet, haben doch die meisten Evangelien dort ihren Platz. V Karte aus „Durchs Heilige Land“ 1913, einige biblische Orte (rot) sind noch anders als heute lokalisiert. Chirbet Kersa bezeichnet Kursi, Ein Gev fehlt noch, ist aber wenig links von Hippus-Susije gelegen
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