Im Land des Herrn | 80. Jahrgang | 2026-2

16 2/2026 IM LAND DES HERRN Die bekannteste Ortslage am Ostufer ist Hippos, eine der zehn Städte der Dekapolis ein lockerer Zehnstädtebund, der griechisch-römisch geprägt war. Der markante Tell (Ruinenhügel) erhebt sich direkt östlich von Ein Gev. Geschichtliche Entwicklung Als Gründungsjahr des Kibbuz gilt das Jahr 1937, doch gibt es eine Vorgeschichte: die Gründer – es waren europäische Juden, die mit einem bewundernswerten Idealismus ins Land gekommen waren, wohnten zunächst auf der anderen Seite des Sees an der Stelle des heutigen Moshav Kinneret, den man streift, wenn man auf der Straße nach dem wenig nördlich gelegenem Tiberias fährt. Die britische Mandatsregierung schlug den neu eingewanderten Juden durch eine eigens eingerichtete Kommission Orte vor, darunter war eben auch das Ostufer des Sees Gennesaret. Am Ostufer des Sees gab es bis zum Jahre 1970 keine Straße, die das ganze Jahr über benutzt werden konnte. Esra Klopfer, einer aus der Gründergruppe, erzählt selbst, wie dann der Ort ausgewählt wurde: „Einige Kameraden wurden beauftragt, einen geeigneten Ort für die Ansiedlung ausfindig zu machen. Sie stiegen in ein Auto und fuhren schnurstracks nach Ein Gev. Unterwegs, bei der Überquerung eines Wadis blieb das Auto in sandigem Boden stecken. Die jungen Leute beschlossen:….Bleiben wir also hier“! Dabei blieb es aber nicht, denn schon bald stellte sich heraus, dass sich dieser Platz, auf dem man zunächst in Zelten und Hütten wohnte, nicht für einen Kibbuz eignete. Das war 2 km südlich des heutigen Kibbuz und ist heute ein schönes, gepflegtes Feriendorf. Man zog also mit Zelten und Hüttenwänden um und am 11. Dezember 1938 wurde der eigentliche Kibbuz am heutigen Standort errichtet. Zu diesem Zeitpunkt befand sich nur eine Vorhut (ca. 30 Männer) am Ort, der zunächst mit hölzernen Palisadenwänden und einem Wachturm gegen Angriffe verDer aufgewühlte See an einem Nachmittag

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