39 FRANZISKANER 1|2026 Neuenbeken betreut, wo er am 4. Januar 2026 starb. In Erinnerung bleiben wird er als einer der ersten Brüder, der als Arbeiterpriester sein franziskanisches Charisma im Beruflichen wie Privaten mitten unter den einfachen Menschen überzeugend gelebt hat. In memoriam Karl Möhring wurde am 9. November 1941 in Henglarn (Kreis Büren) geboren. Er trat 1962 in die damalige Provinz Saxonia ein. 1968 empfing er in Paderborn die Priesterweihe und war zunächst als Lehrer und Präfekt im Kolleg St. Ludwig in Vlodrop tätig. Ab 1974 war er für 26 Jahre als Arbeiterpriester in der Autoproduktion in Bochum aktiv und lebte in dieser Zeit als Seelsorger in Obdachlosensiedlungen in Wuppertal, Herne und Bochum. Im Jahr 2000 zog er zunächst nach Warendorf, dann nach Paderborn. Von 2007 bis 2014 war er Hausgeistlicher der Salzkottener Franziskanerinnen. Eine schwere Krankheit zwang ihn, sich aus dem seelsorglichen Dienst zurückzuziehen. Ab Anfang 2024 wurde er in Paderborn- Stefan Federbusch OFM »Der Karl, der ist für mich so etwas wie ein Bruder.« Eine Fabrikhalle als bevorzugter Ort der Verkündigung des Evangeliums franziskaner aktuell WEITERE INFORMATIONEN ▶▶ WWW.FRANZISKANER.DE Provinzbibliothek zieht Bilanz München • Das vergangene Jahr brachte viel Arbeit für die Provinzbibliothek im Münchner St.-Anna-Kloster. Im Fokus stand die Sicherung und Restaurierung wertvoller Inkunabeln, von Verpackung und Klimakontrolle bis hin zur Umgestaltung des Inkunabelraums. Daneben wurden Bestände wie nationalsozialistische Literatur kritisch erschlossen und die digitale Zugänglichkeit ehemaliger Provinzzeitschriften ausgebaut. Ein besonderer Meilenstein war zudem die Aufnahme in den Bayerischen Bibliotheksverbund, wodurch künftige Neuzugänge direkt im Verbundkatalog auffindbar sind. Die Bibliothek umfasst rund 120.000 Bände, darunter Handschriften und seltene Werke. Zudem hat die Bibliothek unter bibliothek. franziskaner.de einen eigenen Blog eingerichtet, in dem sie regelmäßig über ihre Arbeit berichtet. Solidaritätsaktion »ZuBrot« bringt über 800 Euro für Bedürftige Berlin • Die Berliner Traditionsbäckerei Lars Siebert hat mit ihrer Aktion »ZuBrot« erfolgreich Spenden für Menschen in Not gesammelt. Im Oktober und November 2025 wurden 725 Brote verkauft; pro Laib gingen 70 Cent an die Suppenküche Pankow. Zusätzlich spendeten Kundinnen und Kunden direkt, sodass insgesamt 821 Euro zusammenkamen. Die Einrichtung im Franziskanerkloster versorgt seit mehr als 30 Jahren Bedürftige täglich mit warmen Mahlzeiten und gibt rund 150.000 Portionen Suppe pro Jahr aus. Neben Essen bietet sie auch Kleidung, Hygieneartikel, Duschen und soziale Beratung. Zum Abschluss der Aktion dankten die Franziskaner der Bäckereiinhaberin für ihr langjähriges Engagement – sie unterstützt die Suppenküche bereits seit über zwei Jahrzehnten regelmäßig mit nicht verkauften Backwaren.
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