TEXT: Augustinus Diekmann ofm | LOGO: sec Der Spenderdialog ist für eine Organisation wie die Franziskaner Mission das A und O. Unterstützergruppen und Einzelspenderinnen und -spender machen unsere weltweite Projektarbeit erst möglich. Doch wer hilft, möchte auch sichergehen, dass diese Hilfe nicht versickert und wofür genau die Spenden eingesetzt werden. Ideal ist natürlich der persönliche Kontakt. Darüber hinaus helfen Telefongespräche und E-Mail-Austausch. Ein Projektkalender stellt jedes Jahr zwölf längerfristige Projekte vor. Aber die Zeitschrift »Franziskaner Mission« ist schon seit Jahrzehnten die wichtigste Informationsquelle. Sie erscheint viermal im Jahr und hat heute eine Auflage von mehr als 30.000 Exemplaren. In diesem Beitrag soll dargestellt werden, wie sich, mit der Entwicklung des Missionsverständnisses, auch dieses Kommunikationsorgan immer wieder verändert hat. Kommunikation im Wandel der Zeit Missionsvereine Mit der verstärkten Missionstätigkeit der deutschen Franziskaner in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurden in den verschiedenen Ordensprovinzen nach und nach sogenannte »Missionsvereine« gegründet. Es ging zunächst darum, den Kontakt zwischen den Missionaren und ihren Provinzen, mit Familien und Freunden lebendig zu halten. Dazu diente zunächst eine Art Faltblatt mit Fotos und Berichten, das vom zuständigen Missionsprokurator zusammengestellt und in kleinerer Auflage veröffentlicht wurde. Die Beiträge kamen vor allem aus den Briefen der Missionare. Die Post erreichte die Heimat auf Schiffen und später per Flugzeug mit blauem Luftpostpapier. Ein großer Schritt Aufgrund der wachsenden Unterstützung der Brüder, am Anfang vor allem in Nordostbrasilien, wurde aus dem einfachen Faltblatt eine richtige Zeitschrift, zunächst allerdings mit kleinerer Seitenzahl. Die Artikel stammten vor allem aus der Feder des Missionsprokurators selbst, der von seinen regelmäßigen Projektreisen auch passende Fotos mitbrachte. Um diese Arbeit zu erleichtern, bildete sich bald ein kleines Redaktionsteam, das neben Zitaten aus den Missionarsbriefen und Reiseberichten auch allgemeinere Themen zur Mission aufgriffen. Die Zeitschrift wurde praktisch allen Unterstützerinnen und Unterstützern viermal im Jahr per Post zugeschickt. Neue Möglichkeiten Mit der Weiterentwicklung der Kommunikationstechnik konnten bald auch Beiträge der Missionare zu bestimmten Themen und sogar einfache Fotos zur Veröffentlichung erbeten werden. Die wachsende Artikelanzahl führte zu einem größeren Volumen der Zeitschrift – jetzt mit dem Namen »Franziskaner Mission«. Die authentischen Zeugnisse der Brüder von ihrer alltäglichen Arbeit in den Gemeinden und Projekten überzeugte die Leserschaft, ihrer Unterstützung treu zu bleiben. Immer mehr deutsche Gemeinden sensibilisierten sich in Eine-Welt-Gruppen für Partnerschaften mit bestimmten franziskanischen Missionsprojekten. Das Interesse an persönlichen Begegnungen in den Partnerprojekten wuchs. So machten sich die ersten Reisegruppen per Flieger auf den Weg und berichteten später in der Zeitschrift von ihren Kontakten mit anderen Ortskirchen und Kulturkreisen. 16
RkJQdWJsaXNoZXIy NDQ1NDk=