Die Werke der Franziskaner

Bruder-Jordan-Werk

Werk zur Förderung der Verehrung des Franziskaners Bruder Jordan Mai OFM

Bruder Jordan Mai. Künstlerische Darstellung von Regina Kreutner

Das Bruder-Jordan-Werk

Das Bruder-Jordan-Werk hat die Aufgabe, die Verehrung Bruder Jordans zu begleiten und lebendig zu erhalten. Das geschieht vor allem durch die kostenlose Zeitschrift „Bruder Jordans Weg“, die in einer Auflage von 4.500 Exemplaren viermal im Jahr erscheint und sogar in viele Länder versandt wird.

Das Bruder Jordan Werk beobachtet den Fortgang des Seligsprechungsprozesses und achtet in den brieflich mitgeteilten Gebetserhörungen auf ein herausragendes Ereignis, das die Kirche als Wunder anerkennen kann.
Eine Form der Briefseelsorge sind die Antwortschreiben an die Menschen, die ihre Sorgen und Nöte mitteilen und um Rat und Gebet bitten.

Verehrung

Bald nach dem Tod Bruder Jordans am 20. Februar 1922 setzte seine Verehrung ein; immer mehr Menschen kamen zu seinem Grab auf dem Dortmunder Ostfriedhof, beteten und baten in ihren Nöten und Sorgen Bruder Jordan um seine Hilfe oder seine Fürsprache bei Gott. Und viele Menschen berichteten, dass ihr Gebet erhört wurde und sie Hilfe fanden. Es sind und waren vor allem Fragen des alltäglichen Lebens, mit denen Verehrerinnen und Verehrer um den Beistand Jordans bitten. Und er enttäuscht nicht.

Um das Andenken an ihn lebendig zu erhalten, haben die Franziskaner der damaligen Sächsischen Ordensprovinz vom Heiligen Kreuz das Bruder-Jordan-Werk gegründet. Seine wichtigsten Aufgaben sind:

  • die Verehrung Bruder Jordans und den noch nicht abgeschlossenen Seligsprechungsprozess zu fördern;
  • die Verehrerinnen und Verehrer Bruder Jordans seelsorglich zu begleiten und die Spendengelder treuhänderisch nach den gesetzlichen Vorschriften zu verwalten;
  • die Spenden zu nutzen, um arme und bedürftige Menschen regelmäßig zu beköstigen, um Projekte und Maßnahmen zu fördern, die dem Dienst und der Spiritualität Bruder Jordans entsprechen;
  • die Förderung geistlichen Lebens, der Berufepastoral, der Sorge um Menschen in materieller Not, mit körperlichen oder seelischen Erkrankungen – und die Pflege von Orten für die Feier der Eucharistie und des Gebetes.

Die Zahl der Verehrerinnen und Verehrer Bruder Jordans ist – wie vieles in der Kirche – rückläufig. Dennoch stehen wir dankbar und staunend vor dem Vertrauen und der Anhänglichkeit der Menschen, die sich an ihn wenden.

Wenn Sie mehr über Bruder Jordan, das Bruder-Jordan-Werk und den Jordan Treff erfahren wollen, besuchen Sie die Homepage: www.bruder-jordan-mai.de

Bruder Jordan Mai – Die Biografie eines Lebens mit Gott

Bruder Jordan Mai, Zeichnung von Carl Faust, Düsseldorf; Aufbewahrungsort: Franziskanerkloster Dortmund, Bild von Augustinus Diekmann
Bruder Jordan Mai, Zeichnung von Carl Faust, Düsseldorf; Archiv Franziskanerkloster Dortmund

Nachdem Bruder Jordan Mai am 20. Februar 1922 im Franziskanerkloster Dortmund sein irdisches Leben beendet hatte, verbreitete sich in der Bevölkerung die Kunde, ein heiliger Bruder sei gestorben. Mit Blumen und Kerzen kamen die Menschen zu seinem Grab auf dem Ostfriedhof; viele nahmen Erde nach Hause mit, sodass man die Grabstätte mit einem Gitter umgeben musste. Briefe gingen im Kloster ein, die für Bruder Jordans Fürbitte dankten.

Wie gestaltete sich das Leben dieses ungewöhnlichen Franziskaners?

Am 1. September 1866 in Buer geboren, hatte er sich mit 28 Jahren für das Leben in der Gemeinschaft der Franziskaner entschieden. Ein tiefreligiöses Elternhaus hatte diesen Weg vorbereitet. Gelernter Sattler und Gerber, wurde er im Kloster noch zum Koch ausgebildet und war aushilfsweise auch für andere Aufgaben wie Pforte und Sakristei und für gärtnerische Arbeiten zuständig. Mit Aufmerksamkeit betreute er die Gäste des Klosters und die Mitbrüder, die von Außendiensten zurückkamen.

Stationen seines Lebens und Wirkens waren Paderborn, Münster, Neviges, Harreveld in den Niederlanden, Dingelstädt und seit 1907 Dortmund. Hier hoffte er vergeblich, durch gute Ärzte von starken Kopfschmerzen befreit zu werden, die seine Arbeitskraft einschränkten. Trotzdem oder gerade deshalb verbrachte er Stunden im Gebet, manchmal auch ganze Nächte.

Wenn Mitbrüder zu Gemeindemissionen oder Exerzitien aufbrachen, baten sie ihn um sein Gebet. Immer mehr wandten sich Menschen aus Dortmund und Umgebung in ihren Nöten an ihn. Sein fürbittendes Gebet galt den hart arbeitenden Menschen des Reviers und den Soldaten im Felde.

Er verehrte vor allem das Heiligste Herz Jesu, dem 1873 die Sächsische Franziskanerprovinz geweiht worden war, und die Mutter Jesu, woran heute noch sein Rosenkranz erinnert, der in der Franziskanerkirche Dortmund ausgestellt ist.
Es war für ihn ein schwerer Schock, als in der Nacht vom 20. auf den 21. Januar 1922 in die Kirche eingebrochen und das Allerheiligste mit dem Tabernakel gestohlen wurde. Zur Sühne bot er Gott sein Leben an. Vier Wochen später starb er.

In Anlehnung an die Biografie auf der Internetseite www.bruder-jordan-mai.de

1934–1937 wurde der Bischöfliche Prozess zur Seligsprechung durchgeführt. 1965–1967 schloss sich ein Apostolischer Prozess an. 1991 bestätigte die Kongregation für die Heilig- und Seligsprechung durch ein Dekret sein tugendhaftes Leben.

Besondere Gottesdienste

Bruder Jordan Mai. Glasfenster von Th. Richter im Franziskanerkloster Dortmund. Bild von Bruder Jordan Werk

Pilgermesse mit thematischer Predigt

An jedem Dienstag laden wir zur Pilgermesse um 10 Uhr in die Franziskanerkirche in Dortmund, Franziskanerstraße 1 ein. Die erste Messe eines Monats steht immer unter einem frühzeitig veröffentlichten Thema.

Jahresthema 2026: „800 Jahre Franz von Assisi“

  • 6. Januar, Damian Bieger, Dortmund
    Thema: „Spielmann Gottes“
  • 3. Februar, Athanasius Spies, Düsseldorf
    Thema: „Poverello“
  • 3. März, Augustinus Diekmann, Dortmund
    Thema: „Friedensstifter“
  • 7. April, Wolfgang Sylvester Thome, Mönchengladbach
    Thema: „Troubadour“
  • 5. Mai, Frank Hartmann, Dortmund
    Thema: „Gaukler“
  • 2. Juni, Natanael Ruf, Dortmund
    Thema: „Ritter Christi“
  • 7. Juli, Hans-Georg-Löffler, München
    Thema: „Bruder der Geschöpfe“
  • 4. August, Cornelius Bohl, Fulda
    Thema: „Reformator“
  • 1. September, Thomas Abrell, München
    Thema: „Seraphischer Heiliger“
  • 6. Oktober, Georg Scholles, Essen
    Thema: „Alter Christus“
  • 3. November, Martin Lütticke, Hülfensberg
    Thema: „Vater der Armen“
  • 1. Dezember, Heinz-Jürgen Reker, München
    Thema: „Mystiker“

Download Jahresprogramm Flyer (PDF 2,8 MB)

Kontakt

Kontakt

Bruder Damian Bieger
Leiter des Bruder-Jordan-Werkes, Dortmund

Frauke Henschel
Büro Bruder-Jordan-Werk

Franziskanerstr. 1
44143 Dortmund

Tel.: 0231 / 56 22 18 36
Fax: 0231 / 56 22 18 34

eMail: info@jordanwerk.de
Web: www.bruder-jordan-mai.de

 

Bruder Peter Fobes
Schriftleiter „Bruder Jordans Weg“

Franziskanerkloster
Lippestraße 5
46282 Dorsten

Tel.: 02362 / 9528-125

 

Generalpostulator
Pater Luca M. De Rosa

Via Mediatrice 25
I-00165 Roma

 

Bankverbindung
Bruder-Jordan-Werk Dortmund
Bank für Kirche und Caritas Paderborn
BIC: GENODEM1BKC
IBAN: DE60 4726 0307 0015 1618 00

 

Jordan Treff im Franziskanerkloster

Franziskanerstraße 3
44143 Dortmund

Tel.: 0231 / 562218-37 (Mui Yildirim/Büro)
Tel.: 0231 / 562218-33 (Essensausgabe)

eMail: wilkommen@jordantreff.de