Im Land des Herrn | 79. Jahrgang | 2025 - 3

20 3/2025 Jakob ist das ein „Vorausbild“ seiner Auseinandersetzung mit Esau. Wörtlich sagt er nämlich bald zu Esau: „Ich habe dein Angesicht gesehen, wie man das Angesicht Gottes sieht, und du hast mich freundlich empfangen“ (Gen 33,10). – Im Übrigen müssen wir hinnehmen, dass wir nicht alle Züge unseres Textes mit letzter Klarheit verstehen und deuten können. Das weitere Schicksal Jakobs Nach der Aussöhnung mit Esau soll Jakob bei Sichem einen Brunnen gegraben haben (an dem Jesus später Rast gemacht und sich mit einer Samariterin unterhalten hat, und der heute noch existiert!), und er soll dann in Betel gelebt haben, wo er eine weitere Gotteserscheinung hatte. Schließlich musste er seinen Vater Isaak in der uns schon bekannten Höhle von Machpela neben Abraham und Sara begraben. Rebekka war wohl schon vor Jakobs Heimkehr verstorben. Auch sie hatte ihre letzte Ruhestätte in Machpela gefunden. Übersiedlung nach Ägypten Da Jakob den jungen Josef, den Sohn seiner Lieblingsfrau Rahel, allen seinen anderen Söhnen vorzog, verkauften ihn seine Brüder aus Neid bei einer günstigen Gelegenheit als Sklave nach Ägypten. Josef stieg dort zum mächtigsten Mann des Reiches auf und holte während einer Hungersnot seinen Vater und seine Brüder nach Ägypten. Jakob lebte dort noch 17 Jahre, bis er (auf dem Totenbett) seine zwölf Söhne gesegnet hatte. Im Alter von 147 Jahren verstarb Jakob. Er wurde nach ägyptischer Weise einbalsamiert und nach Kanaan überführt. Wie seine Vorfahren wurde er in Machpela beigesetzt. Jakobsbrunnen bei Nablus IM LAND DES HERRN Blick in Abrahams-Moschee Hebron auf die Gräber der Patriarchen

RkJQdWJsaXNoZXIy NDQ1NDk=