24 3/2025 IM LAND DES HERRN hin, dass der Stifter David Fogger entweder diese Kleinigkeit gut in Erinnerung hatte oder sich aber in der damals schon reichhaltigen Literatur über die genaue Gestalt informierte. Dalman sah vor hundert Jahren noch ein fünfseitiges Tempelchen auf dem ansonsten flachen Dach des Grabbaues und auf alten Postkarten erkennt man auch eine pyramidenartige Struktur auf dem oberen Abschluss. Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Gut sichtbar aber sind die prägnanten Blendarkaden, die den westlichen Teil des Baues umgeben. Gegenüber dem Kircheneingang befindet sich ein moderner Brunnen, der dem biblisch interessierten Besucher sicher Freude machen wird: der „Paradiesbrunnen“ des schwäbischen Künstlers Gerold Jaeggle zeigt auf den ersten Blick eine Ansammlung von Tieren, beim genauen Hinschauen findet man das „Kind, was mit der Natter spielt“ (Jesaja 11,8), Anklänge auf die Sintflut und vor allem die Vertreibung aus dem Paradies. Es lohnt, sich um den Brunnen herum zu bewegen und ein wenig „ins Paradies zu schauen“. Nur wenige Meter weiter im Westen, aber immer noch auf dem Gelände des Friedhofes, befindet sich ein schöner Kreuzweg mit kleinen „Häuschen“ im Stile des Historismus (1882) mit einer großen Ölbergkapelle. Die Reliefs sind aus Terrakotta modelliert und gefasst, alles aus der Hand des Laupheimer Künstlers Gabriel Lämmle. Die ganze Anlage ist sehr gepflegt und lädt zum Verweilen und Meditieren ein. Die Leonhardskirche mit dem Heiligen Grab liegt etwas außerhalb Ansicht der Kapelle nach Westen hin, die Grabkammer wird erleuchtet durch das Licht des Kirchenraumes
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