3/2025 25 des Ortszentrums; es lohnt sich auf jeden Fall, im Ortszentrum das „Museum zur Geschichte von Christen und Juden“ im Schloss Großlaupheim zu besuchen Laupheim beheimatete früher die größte jüdische Gemeinde in Württemberg. Seit 1724 siedelten sich Juden im Bereich des heutigen „Judenberges“ an und wurden mit der Zeit in das soziale Leben des Ortes eingebunden. Dabei entstanden natürlich auch Freundschaften: Mitte des 19. Jahrhunderts pflegten zum Beispiel der örtliche Rabbiner und der katholische Pfarrer freundschaftliche Beziehungen. Wenn es auch heute keine Synagoge mehr gibt (sie wurde in der Reichskristallnacht am 9.November 1938 in Brand gesetzt und zerstört), so ist doch der jüdische Friedhof samt Leichenhaus erhalten und für Besucher geöffnet. Im Museum ist das gesamte Erdgeschoss dem Andenken von Carl Laemmle gewidmet. Laemmle wurde 1867 in Laupheim geboren und wanderte schon 1886 nach den USA aus, wo er sich nach anderen Tätigkeiten ganz der Filmbranche widmete; er gehört zu den Gründungsvätern von „Hollywood“ und unter den sehr zahlreichen Filmen, die er produzierte oder mitproduzierte, sind zum Beispiel „Der Glöckner von Notre Dame“ oder „Im Westen nichts Neues“. Zeit seines Lebens blieb er seiner Heimatstadt und seiner jüdischen Gemeinde treu: nicht nur durch Besuche. Laemmle rettete mit Bürgschaften jüdischen Menschen das Leben. 1939 starb Laemmle in den USA. Literatur Gustaf Dalman: Das Grab Christi in Deutschland, Leipzig 1922 Wallfahrts- und Friedhofskapelle Sankt Leonhard in Laupheim, Kunstverlag Fink 2006 Veröffentlichungen des „Museums zur Geschichte von Christen und Juden“ Paradiesbrunnen am Eingang der Kirche Eingang zum Jüdischen Friedhof auf dem Judenberg in Laupheim Heilige Grab in Laupheim Heilige Grab in Laupheim
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