20 2/2026 Blick auf den Kibbuz Ein Gev von Hippos aus, die größten Zelte gehören zum Bananenanbau ähnlich den Ölsardinen, wie wir sie kennen. Es ist interessant zu wissen, dass dieser kleine Fisch den größten Teil der Fangmenge des Sees ausmacht, es sind mehrere tausend Tonnen im Jahr. Die Schwärme der Sardinen legen in den Wintermonaten besonders gern ihre Eier unter die Steine der Bank von Kursi. Die Kibbuz-Bewegung macht in Israel schon seit Jahrzehnten einen großen Wandel durch; sichtbar wird das zum Beispiel in Ein Gev, wo sowohl im Restaurant wie im Fischereihafen Volontäre aus aller Welt arbeiten. Esra Klopfer sah schon vor 30 Jahren die umgreifenden Veränderungen und schrieb damals schon: „Vergleiche ich das Leben im Kibbuz heute mit der Situation, die ich im Jahre 1938 bei meinem Eintritt in die Gemeinschaft vorfand, muß ich natürlich zugeben, daß gewaltige Veränderungen stattgefunden haben. Die Zeit des Pioniergeistes und der Ideale wich dem skeptischen Realismus einer Kibbuzjugend, die mit offenen Augen ihre Umgebung abzuschätzen gelernt hat. Doch ich glaube daran, daß die Kibbuzbewegung auch weiterhin existieren wird, und die Probleme, vor denen sie steht, lösen wird.“ Benutzte Literatur Woerl’s Reisehandbücher: Jerusalem und Das heilige Land, Würzburg 1890 Esra Klopfer: Kibbuz Ein-Gev, Vom Werden und Leben einer Gemeinschaft, im Eigenverlag Ein Gev 1994 Kehl-Küchler: Orte und Landschaften der Bibel, Bd 1, Benziger-Vandenhoeck&Ruprecht 1984 Titus Tobler: Denkblätter aus Jerusalem, St Gallen und Konstanz 1853 Mendel Nun, Der See Genezareth und die Evangelien, Gießen 2001 IM LAND DES HERRN
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