22 2/2026 ursi befindet sich am nordöstlichen Ufer des Sees Gennesaret am Fuße der steilen Hänge der Golanhöhen. Man sieht östlich im Bergabhang Höhlen und davor ein ummauertes großes Grundstück (145 x 123 m) mit den prächtigen Ruinen, die 1970 beim Bau der neuen Straße entdeckt, anschließend ausgegraben und weitgehend wiederhergestellt worden sind. Es ist eine der schönsten Klosteranlagen des Landes; heute ist sie als Nationalpark für Besucher zugänglich. Es handelt sich um ein Kloster mit Eingang von Westen her; der erste Bereich könnte eine Art Pilgerhospiz gewesen sein. Nach dem Vorhof mit Zisterne und Vorhalle betritt man die geräumige Kirche, in der 2 x 8 Säulen drei Schiffe bildeten. Eine Linie aus Beton zeigt an, welche Teile der Mauer tatsächlich erhalten sind und wo die Rekonstruktion der modernen Archäologie beginnt. Die beiden Seitenschiffe sind reich mit Pflanzen und Tiermotiven dekoriert, Kreuze im Fußbodenmosaik deuten auf dessen hohes Alter (vor 427 n. Chr.) hin. Typisch für frühe byzantinische Kirchen ist auch, dass sich nur an das Hauptschiff eine Apsis anschließt, während die Seitenschiffe rechtwinklig abschließen. Im Chorraum sind die Sitzbank für die Zelebranten sowie die Säulen der Chorschranke gut zu erkennen. Im Raum vorne rechts wurde im Jahr 585 ein Baptisterium eingerichtet, welches in einer griechischen Mosaikinschrift als Photisterion (griech. Phos, „Licht“) genannt wird. An die beiKursi, Eingang von Westen zum Klosterkomplex, rechts erhebt sich der Hügel des Wunders K Kursi Heinrich Fürst OFM/Gregor Geiger OFM
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