Im Land des Herrn | 80. Jahrgang | 2026-2

2/2026 35 Heiliges Land Heiliges Land Ostern im Jahr 2026 Durch die Kriegsbeschränkungen konnten die Osterfeierlichkeiten in Jerusalem nicht in gewohnter Weise stattfinden; auf die große Palmsonntagsprozession musste verzichtet werden und auch die anderen Zelebrationen konnten nur im ganz kleinen Rahmen durchgeführt werden. Irritierend und empörend war auch, dass dem Patriarchen Kardinal Pizzaballa und dem Kustos des Heiligen Landes Francesco Jelpo der private Besuch der Grabeskirche verwehrt wurde – auf Protest aus der ganzen Welt hin wurde das dann wieder rückgängig gemacht. Hier im Bild die Prozession nach dem Hochamt der Auferstehung in der Grabeskirche. Trotz aller Beschränkungen, trotz dass keine Gläubigen teilnehmen durften, wurden die Evangelien in alle Himmelsrichtungen hin gelesen und damit die Osterbotschaft von Jerusalem aus verkündet. Renovierung der Geburtsgrotte in Betlehem Durch den Krieg sind so gut wie keine Pilger mehr im Heiligen Land, eine sehr schwierige Situation für die christlichen Heiligtümer und auch für die christliche Gemeinschaft, die oft ihren Broterwerb im Tourismusbereich findet. Seit Jahrhunderten werden in Betlehem auch Devotionalien hergestellt: einmal die PerlmuttArbeiten, dann Darstellungen aus Olivenholz und Rosenkränze. Momentan ist alles auf unbestimmte Zeit zum Erliegen gekommen. So schmerzhaft das Fehlen der Pilger für alle ist: in Betlehem wurde diese Situation genutzt, um die Geburtsgrotte (unter der Basilika) einer eingehenden Renovierung zu unterziehen. Und wie das im Heiligen Land so oft ist: man kann noch nicht sagen, wie lange sich die Arbeiten hinziehen werden – denn wie bei den Arbeiten in der Grabeskirche Jerusalem, so werden sich wohl Osterhochamt in der leeren Kirche © MAB CTS

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