Im Land des Herrn | 80. Jahrgang | 2026-2

Gottfried von Bouillon – Der erste Kreuzritter Von Georg Sehle (Text) und Juliette Frélon (Illustration) München 2025. 75 Seiten ISBN 978-3-910723-05-4 Das bunt illustrierte Kinderbuch schildert den abenteuerlichen Lebensweg des Sohns der hl. Ida von Lothringen von seinen Kindertagen an bis nach Jerusalem und der von den muslimischen Besatzern zurückeroberten Grabeskirche. Da um Gottfrieds Leben auch unter den Historikern bis heute nicht völlige Klarheit herrscht, darf von diesem kind- oder jugendgerechten kleinen Büchlein nicht erwartet werden, dass es den Leser in diesen Fragen weiterbringt. Aber es korrigiert so manches gerne kolportierte Urteil über die Kreuzritter, unter den Gottfried einer der markantesten Führergestalten war. Sie waren im Gehorsam gegenüber ihrem Glauben und beseelt von dem Gedanken, der Christenheit die Heiligste Stätte, die Grabeskirche, also den Ort der Hinrichtung, Grablegung und Auferstehung Jesu, zurückzuerobern, aufgebrochen. Dafür hatten sie große persönliche und finanzielle Opfer gebracht. Das vorliegende Büchlein spricht von der gläubigen Erziehung des Jungen, der Notwendigkeit, dass er früh Verantwortung übernehmen musste, und der Treue, mit der er und seine Mitstreiter das Ziel, Jerusalem, im Blick behielten, trotz aller Entbehrungen. Das war wahrlich kein Ausflug, sondern Lebensaufgabe, die Gottfried selbst schließlich auch im Alter von vierzig Jahren mit dem eigenen Leben bezahlen musste. Das Büchlein endet mit der glorreichen Ankunft der Kreuzritter am Heilligen Grab. Gottfried lehnte die Königswürde über Jerusalem und die Krönung ab, denn er wollte nicht eine goldene Krone aufgesetzt bekommen an dem Ort, an dem sein HERR unter einer Dornenkrone leiden musste. Er wollte lediglich Beschützer des Heiligen Grabes genannt sein. Sein eigenes Grab sollte er dann in derselben Kirche erhalten. P. Robert Jauch ofm 2/2026 37 Buchempfehlungen

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