Franziskaner - Sommer 2025

38 FRANZISKANER 2|2026 In memoriam Raphael Konrad verstarb am 7. Mai 2026 im Alter von 89 Jahren auf der Pflegestation der Franziskusschwestern in Vierzehnheiligen. Geboren am 12. Februar 1937 in Unterteuerting bei Kelheim, trat er 1959 in die Bayerische Franziskanerprovinz ein. Nach seiner Priesterweihe 1965 war er im Kloster Altstadt in Hammelburg als Seminarpräfekt eingesetzt, ab 1970 als Kaplan in St. Gabriel in München und ab 1974 auch als Dekanatsjugendseelsorger. Von 1979 bis 2001 wirkte er als Pfarrer und Guardian in Dettelbach, in den Jahren 1992–1998 und 2007–2010 zudem als Definitor. Von 2001 bis 2007 war er als Guardian und Wallfahrtsseelsorger auf den Kreuzberg tätig, von 2007 bis 2025 als Hausvikar in Dietfurt und Betreuer der Wallfahrtskirche in Griesstetten. Ende Januar 2026 zog er altersbedingt nach Vierzehnheiligen um. Er bleibt uns als fröhlicher und künstlerisch begabter Mitbruder sowie als aufrichtiger Seelsorger in guter Erinnerung. Herbert Schneider verstarb am 11. März 2026 in Mönchengladbach im Alter von 87 Jahren. Am 8. Juni 1938 in Dockweiler in der Eifel geboren, trat er 1959 in die Kölnische Franziskanerprovinz ein. Nach der Priesterweihe 1965 wurde er 1972 promoviert und legte die beiden Staatsexamen zum Gymnasiallehrer ab. Ab 1973 war er als Lehrer und Internatsleiter in Vossenack tätig. In der Provinzleitung wirkte er als Definitor, Provinzialvikar und Provinzialminister (1980–1989). 1991 wechselte er als Generalassistent der Klarissen nach Rom, wo er 1997 zum Leiter des Officiums pro Monialibus ernannt wurde, der Verbindungs- und Koordinierungsstelle zwischen dem Orden der Klarissen und der römischen Kurie. Ab 1998 leitete er zusätzlich die Johannes-Duns-Scotus-Akademie in Mönchengladbach. Die Lehre und Verehrung des franziskanischen Theologen waren ihm ein großes Anliegen. 2004 wechselte er als Wallfahrtsleiter nach Neviges, kehrte 2010 nach Vossenack zurück und brachte sich ab 2019 bis zu seinem Tod in Mönchengladbach in die Seelsorgearbeit ein. Lebendig bleibt Herbert Schneider in seinen zahlreichen Schriften, in denen er auf die Notwendigkeit der engen Verbundenheit der Christen mit Jesus Christus aufmerksam gemacht hat. Oswin Schirpke verstarb am 24. Mai 2026 im Pflegeheim in Fulda im Alter von 96 Jahren. Geboren am 19. Februar 1930 im schlesischen Oels, begann er zunächst eine Schneiderlehre, die er nach der Flucht 1945 in Mannheim fortsetzte. 1954 trat er in die Franziskanerprovinz Thuringia ein. 1960 wurde er zum Priester geweiht und als Seelsorger in Salmünster, Bornhofen, Saulgau und Ulm eingesetzt. Seine Leidenschaft galt der Unterstützung der Mission in Japan und Brasilien durch seine regionale »Missionsprokur Süd«. 2009 wechselte er nach Wangen und kam 2013 auf den Frauenberg in Fulda, wo er noch eifrig im Beichtstuhl mithalf. Er gehörte zur ersten Gruppe der Brüder, die 2016 in die neue Seniorenkommunität im Theresienheim umzog, wo dieser durchaus kantige, aber auch überaus liebenswürdige und humorvolle Bruder noch zehn gute Jahre verbrachte. Dass sein Heimgang am Pfingstsonntag geschah, dem Geburtsfest der missionarischen Sendung, scheint wie eine schöne Bestätigung seines lebenslangen Einsatzes. Stefan Federbusch OFM »Der Mensch soll heimkehren aus der Zerstreuung und Entfremdung zu Gott, bei dem er wahrhaft daheim sein kann, bei dem er erst ganz zu dem werden kann, der er von Gott her ist. Er soll eins werden mit sich selbst, mit seinem wahren Wesen, und zugleich auch eins werden mit Gott, mit den Menschen und mit der Schöpfung.« Herbert Schneider

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