30.01.2026 Bruder Gabriel Zörnig

Ich wünsche dir Frieden und Gutes

| Jetzt | Der Kommentar der Woche

Oft ist das, was uns beschäftigt und uns besorgt, auch die Quelle für das, was jetzt dran ist. Mit dem Blick auf die Welt aus ihrer Perspektive kommentieren Franziskaner jeden Freitag, was sie wahrnehmen.


Bruder Gabriel Zörnig.
Franziskaner und Hansa-Rostock-Fan.

Was bewegt mich derzeit und viele andere? Es ist die Frage nach Krieg und Frieden weltweit. Wenn ich mit dem rollenden Kloster unterwegs bin, erlebe ich immer öfter Aggression, auf der Straße, in Geschäften oder in Schulen. Die Menschen werden immer ungeduldiger und aggressiver in Tat und Wort. Die Politik geht mit schlechtem Beispiel voran.

Was kann ich dagegen tun? Freundlichkeit, Rücksichtnahme, ich spreche Menschen an. O Wunder.

Seit 2022 gibt es dienstags in Waren (Müritz) Friedensgebete. Ich fragte Andreas, einen der Initiatoren, ob es denn geholfen hat. Er: „Gabriel, hast du vergessen, wie es 1989 gewesen ist?“ Beschämt, dachte ich an mein Noviziat im Eichsfeld. Ich war mittendrin, als wir die Friedliche Revolution mitgestaltet und befördert haben. Beten hilft, ist klar. Das soll es auch heute sein. Nicht ad hoc, es braucht langen Atem und Heiligen Geist.

Der Wunsch vieler, auch bei mir, nach Frieden. Franziskus hat gezeigt, wie Frieden und Kriegsende geht. Sein Wunsch für alle heißt: Pace e bene – Frieden und Gutes. Das steht bei mir unter jeder eMail und auf Briefen. Meine neuen Segensplättchen zieren diesen Wunsch. Wenn ich das allen weitersage und lebe, wird es was.

Letzten Samstag waren meine Schwester und eine Freundin mit mir im Ostseestadion in Rostock. Skepsis im Vorfeld. 60. Geburtstag von Hansa. Gänsehaut zur Choreo. Beide Damen reckten den Hansaschal in die Höhe wie alle 26 434 Fans (außer die aus Aue). Die allerletzte Sekunde, 2:1, Sieg. Mein Lieblingsspruch: „Geht doch!“ Freude ohne Ende. Die Fans, der 12. Mann. Zusammenstehen, Zusammenhalten, gemeinsam kämpfen, so wird es. Pace e bene – Frieden und Gutes.


Der Blick zurück, der Blick nach vorn, und der Blick nach innen.
Franziskaner kommentieren, was wichtig ist.
Immer freitags auf franziskaner.de.


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