Oft ist das, was uns beschäftigt und uns besorgt, auch die Quelle für das, was jetzt dran ist. Mit dem Blick auf die Welt aus ihrer Perspektive kommentieren Franziskaner jeden Freitag, was sie wahrnehmen.

Bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Würzburg wählten die versammelten Bischöfe Heiner Wilmer, den Bischof von Hildesheim, zu ihrem neuen Vorsitzenden.
- Ein Ordensmann
Dr. Heiner Wilmer SCJ gehört zur Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester, war unter anderem als Generalminister der Leiter der weltweiten Ordensgemeinschaft. Offenbar traut man uns Ordenschristen in herausfordernden Zeiten Leitungskompetenz in der Kirche zu. - Ein Versöhner
Bischof Wilmer gilt als Versöhner und als Brückenbauer zwischen „Konservativen“ und „Reformern“. Im ersten Statement nach seiner Wahl kündigte er an, dass die Einheit der Bischofskonferenz ein wichtiges Ziel sei. Das mag manche enttäuschen, die auf konsequente und schnelle Reformen hoffen, entspricht aber sicher dem Auftrag des Evangeliums. - Ein Synodaler
Medien haben herausgefunden, dass Bischof Wilmer bei allen namentlichen Abstimmungen beim Synodalen Weg für die Reformanliegen gestimmt hat. Im Abschlussbericht der jetzigen Vollversammlung kündigt er an, dass er im Namen der deutschen Bischöfe beim Vatikan die Erlaubnis für die Predigt von Laien in Eucharistiefeiern beantragen wird. Ein überfälliger Schritt und ein ermutigendes Signal. - Ein Rom-Kenner
Heiner Wilmer hat lange in Rom gelebt und gilt dort als gut vernetzt. Das kann für die Kirche in Deutschland nur von Vorteil sein. - Ein Buch-Autor
In meinem Bücherschrank steht das Buch mit dem provokanten Titel „Gott ist nicht nett – ein Priester fragt nach seinem Glauben“ Es ist „den Suchenden gewidmet“ und Heiner Wilmer zeigt darin einen überraschenden, ehrlichen und gläubigen Blick auf sein Leben.
Der Blick zurück, der Blick nach vorn, und der Blick nach innen.
Franziskaner kommentieren, was wichtig ist.
Immer freitags auf franziskaner.de.