13.02.2026 Bruder Hrvoje Žabić

Habt keine Angst

| Jetzt | Der Kommentar der Woche

Oft ist das, was uns beschäftigt und uns besorgt, auch die Quelle für das, was jetzt dran ist. Mit dem Blick auf die Welt aus ihrer Perspektive kommentieren Franziskaner jeden Freitag, was sie wahrnehmen.


Bruder Hrvoje Zabic

In dem Brief, den Papst Leo XIV. anlässlich des Transitus-Jubiläums an die Generalminister der Konferenz der Franziskanischen Familie gesandt hat, steht der Begriff des Friedens im Mittelpunkt. Ein Friede, der nur mit menschlicher Kraft aufgebaut wird, bleibt eine Illusion, mahnt der Papst und erinnert uns daran, dass Friede die Summe aller Güter Gottes ist. Es kommt mehr darauf an, dass der Friede ein anzunehmendes und zu lebendes Geschenk ist, betont Papst Leo.

Wir haben zunehmend das Empfinden, dass der Friede in unserer Zeit nicht selbstverständlich ist und dass er immer mehr bedroht wird. Dabei scheinen die größten Gegner des Friedens die kriegerischen Auseinandersetzungen und Konflikte zu sein, unter deren gefährlichen Folgen viele unschuldige Menschen, besonders Kinder und alte Personen, in vielen Teilen der Welt leiden müssen.

Die Mehrheit der Menschen weltweit ist aber nicht direkt von Krieg betroffen, fühlt sich dennoch ruhelos, unzufrieden und unsicher. Woher kommt eigentlich diese Angst? Und wieso kann ein gläubiger Christ Angst fühlen?

Franziskus aus Assisi hatte keine Angst. Während der heutige Mensch in fast allem eine Gefahr sieht, sah der Heilige aus Assisi in jedem Geschöpf einen Widerschein der göttlichen Schönheit. In diesem Jahr erinnern wir uns an seinen Transitus. Franziskus nannte den Tod „unsere Schwester Tod“ und zeigte uns, dass auch wir vor dem Tod keine Angst haben sollen, weil Gott über all unseren Ängsten steht. „Der Friede sei mit euch“, so spricht der auferstandene Christus, der durch seinen Tod den Tod besiegt hat.


Der Blick zurück, der Blick nach vorn, und der Blick nach innen.
Franziskaner kommentieren, was wichtig ist.
Immer freitags auf franziskaner.de.


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