Anja Sauerer berichtet über ihre Teilnahme am Jahreskurs Leiten und Begleiten auf Basis spiritueller Grundwerte. Sie ist Geschäftsführerin und Gesamtleiterin des Antonia-Werr-Zentrums in Oberzell bei Würzburg.
Warum ich diesen Kurs gewählt habe
Der Anlass für die Teilnahme an diesem Fortbildungskurs war, dass ich mich um eine Form der Leitung bemühe, die über Management hinausgeht und aus innerer Haltung, Werten und spiritueller Orientierung schöpft. Das ist besonders wichtig in meiner Arbeit mit traumatisierten Mädchen. Der Kurs bot mir Raum zur Reflexion, zur Stärkung meiner dienenden Leitungsrolle und zum „Aufladen der Akkus“.
Spirituelle Werte bilden nach meiner Meinung das Fundament jeder Führungsaufgabe. Sie prägen Haltung, Entscheidungen und Beziehungsgestaltung. In meiner Arbeit entwickle ich ein Konzept spiritueller Traumapädagogik, das jungen Menschen Würde, Hoffnung und Vertrauen eröffnet – eine Haltung, die ich auch als Leiterin vorleben will.
Franziskanische Orientierung
Die franziskanische Haltung – Führung als Dienst am Menschen – ist für mich zentral und findet sich auch im Kurs wieder. Verantwortung wird mit Wertschätzung, Achtsamkeit und Respekt verbunden; Führung wird nicht als Macht, sondern als dienende Aufgabe verstanden.
Der Kurs bestärkte mich darin, Kommunikation und innere Haltung kontinuierlich zu reflektieren. Gute Leitung bedeutet für mich, aus innerer Ruhe heraus zu handeln, wertschätzend zu begleiten, nicht vorschnell zu bewerten und durch Allparteilichkeit unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen, um Wege zu einem guten Miteinander zu finden.
Inhalte und Methodik
Beeindruckt hat mich die Verbindung von Werten, Grundhaltungen verschiedener Religionen, philosophischen und mystischen Impulsen sowie Naturerfahrungen. Die Orientierung an Jahreszeiten und Farben schuf einen roten Faden und ein schlüssiges Gesamtkonzept, das fachlich wie persönlich bereicherte.
Ich habe die Vielfalt mystischer Traditionen als große Bereicherung erlebt. Viele Impulse decken sich mit Themen der Traumapädagogik und des posttraumatischen Wachstums – Anerkennung von Schmerz, Hoffnung, inneres Wachstum. Der Kurs lieferte wertvolle Anregungen für meine konzeptionelle Arbeit.
Wichtige Werte
Besonders beschäftigten mich die Werte Gerechtigkeit und Lebensfreude, die für mich ein stimmiges Paar bilden: Gerechtigkeit richtet den Blick auf Verantwortung für Mitarbeitende, Lebensfreude auf den achtsamen Umgang mit den eigenen Kräften. Ein Wochenimpuls begleitete mich intensiv: „Ich muss mir von mir selbst nicht alles gefallen lassen“ (frei nach Viktor E. Frankl). Er hilft mir, Muster zu erkennen und Selbstermächtigung zu entwickeln.
Für meine Arbeit
Der Kurs war für mich ein „spirituelles Fitnessstudio“: Die Haltungen müssen bewusst eingeübt und in den Alltag geholt werden. Das erfordert Disziplin und Ausdauer, ist aber für Führungskräfte wesentlich, um präsent zu bleiben und aus reflektierter Haltung heraus zu handeln.

Leiten und Begleiten sind lernbare Fähigkeiten – und brauchen weit mehr als Fachwissen und Methodenkompetenz. Wer leitet, braucht Persönlichkeit. Das gilt in Familie, KiTa, Ordensgemeinschaft, Wirtschaft, Verwaltung, sozialen und pastoralen Teams gleichermaßen.
Inhalte & Methoden
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Geistige Grundlagen
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Spirituelle Grundhaltungen
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Werte und Sinnorientierung
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Kommunikation & Konfliktlösung
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Mystische Traditionen
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Jahreszeiten & Elemente
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Übungen & Praxis
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Kommunikatonskompetenz
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Atem- und Präsenzübungen
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Gefühle & Bedürfnisse
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Klangarbeit & Körperskulpturen
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Coaching-Tools
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Gesprächsführung
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Körperarbeit & Meditation
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Qi Gong
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Meditation & Kontemplation
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Körpersprache
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Indigenes Medizinrad
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Spirituelle Naturerfahrung
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Bausteine des Jahreskurses
- Vier Präsenztermine (je samstags von 9:30 bis 17:00 Uhr) – im Zeichen der Jahreszeiten als schöpfungsorientierte Erfahrungsräume
- Vier Online-Workshops (jeweils ca. 90 Minuten) – zur Vertiefung der Inhalte
- Vier thematische E-Mail-Impulse – mit inspirierenden Anregungen zur Selbstreflexion
- Workbook & Fachliteratur – Das Begleitbuch H. Schlegel, SPIRITUAL COACHING, Echter Verlag, wird den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.
- Zertifikat „Spiritual Coach“ – bei erfolgreichem Abschlussbericht (4–10 Seiten)
>> Eine ausführliche Kursbeschreibung finden Sie in der PDF-Datei (300kb)
Ort & Organisation
Geistlicher Ort Hofheim, Kloster vom Guten Hirten, Schlossstraße 115, 65719 Hofheim
Seminarleitung
- Bruder Helmut Schlegel, Franziskaner, Exerzitienleiter, Autor von „Spiritual Coaching“
- Andrea Freund, Heilpraktikerin, Hypnotherapeutin, Meditationsleiterin
Preis und Anmeldung
695 € (inkl. Tagungskosten, Verpflegung, Materialien). Anmeldung bis Februar 2027: Kurze Nachricht an kontakt@geistlicher-ort-hofheim.de, dann wird Ihnen das Anmeldeformular zugeschickt. Übernachtung: Empfehlung für nahegelegene Pension bei Bedarf.
Rückmeldungen auf bisherige Kurse
- Der Kurs hat mir meine spirituellen Wurzeln und Flügel bewusst gemacht. Ich bin besser mit meinem Leben in Beziehung, was sich privat und beruflich stärkend auswirkt. (S.Sch., Pflegemanagerin-Biofeedback, Therapeutin und Coach)
- Die Impulse und Inhalte der Ausbildung haben mich immer wieder daran erinnert, wie wichtig die spirituelle Ebene in meinem Leben ist. Dort wo das endet, was ich im täglichen Hamsterrad erlebe, beginnt für mich die Ebene der tieferen Wahrheit. (H.H., Softwareentwickler)
- Für mich war der Kurs die Sensibilisierung für eine wesentliche Führungsebene. Es geht darum, den Menschen ganzheitlich zu betrachten und darüber für die Sache bzw. den Auftrag zu motivieren (A. S., Geschäftsführerin, Institutsleiterin)