01.09.2026

Pater Werenfried Wessel verstorben

Der gütige Gott rief am 31. August 2026 den Franziskaner Pater Werenfried (Bernhard) Wessel zu sich in sein ewiges Reich.

Pater Werenfried Wessel ofm
* 26. September 1936 in Damme
† 31. August 2026 in Dortmund

Bernhard Wessel wurde am 26. September 1936 als zweites von fünf Kindern der Eheleute Friedrich Wessel und Maria, geb. Schrätz, in Damme-Südfelde geboren. Der frühzeitige Tod der Mutter im Mai 1946 war ein gravierender Einschnitt für die ganze Familie.

Seine schulische Ausbildung erhielt er in seiner Heimatstadt Damme und im Kolleg der Franziskaner St. Ludwig in Vlodrop/Niederlande. Dort legte er am 6. März 1956 sein Abitur ab. Einmal in Kontakt mit den Ordensbrüdern, ließ ihn die Idee, selbst Franziskaner zu werden, nicht mehr los.

So begann er einen Monat später in Rietberg das Noviziat und erhielt den Ordensnamen Werenfried. Er studierte in Paderborn Theologie und legte am 20. April 1960 die Feierliche Profess ab. Am 26. Juli 1962 wurde er durch Erzbischof Lorenz Jäger im Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Dort tat er auch seine ersten pastoralen Schritte und engagierte sich in der Domstadt besonders in der Jugendpastoral.

Ostern 1968 begann er mit dem Aufbau der Franziskus-Gemeinde in Dortmund-Scharnhorst – eine seiner prägendsten Wegstrecken. In dieser in den 60er-Jahren aus dem Boden gestampften Großraumsiedlung lebte er in kleiner Gemeinschaft mitten in den Wohnblocks – nahe bei den Menschen.

Ab 1983 übernahm er für 14 Jahre die Leitung des „Katholischen Forums Dortmund“, einer Initiative für Menschen, denen das Bisherige nicht genügte, die aber das Neue noch nicht gefunden hatten. Gleichzeitig reifte dort in P. Werenfried die Berufung zu seiner nächsten Tätigkeit.

Nach seinem Abschied 1997 vom Katholischen Forum widmete er sich ganz der Seelsorge an Schwerstkranken und deren Angehörigen. Bis 2006 tat er diesen „Leisen Dienst“ (P. Werenfried) auf Palliativstationen und in teils von ihm gegründeten Hospizen. Ehrenamtlich blieb er anschließend durch Gesprächsseelsorge und Vortragstätigkeit der Hospizbewegung verbunden. Bis ins hohe Alter hat er deutliche Spuren in der Stadt hinterlassen.

Nach kurzer schwerer Krankheit gab er am Morgen des 31. August 2026 sein segensreiches Leben Gott zurück. In ihm möge er nun geborgen sein – unverlierbar und unentreissbar.

 

Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist. (Joh 11,25)

 

Die Eucharistie für Pater Werenfried feiern wir am Mittwoch, den 9. September 2026, um 10:00 Uhr in der Franziskanerkirche in Dortmund, Franziskanerstr. 1. Anschließend ist um 11:00 Uhr die Beisetzung auf dem benachbarten Dortmunder Ostfriedhof.


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