
Unsere Provinzbibliothek berichtet in ihrem Blog regelmäßig von besonderen Büchern und unerwarteten Schätzen. Unter www.bibliothek.franziskaner.de gewähren der Provinzbibliothekar Pater Damian Bieger OFM und Historikerin und Kodikologin Dr. Sabine Buttinger einen Blick hinter die Kulissen der Bibliothek.
In seiner Enzyklika fragt Papst Leo XIV., welche Welt wir Menschen eigentlich zukünftig errichten wollen. Die freie und offene Stadt Jerusalem, die Hauptstadt von gleichberechtigter und gelingender Kommunikation? Oder ein neues Babel, wo die Menschen beim Versuch immer höher, weiter und schneller zu kommen, die gemeinsame Sprache verlieren und sich über die Welt zerstreuen? Diese Grundfrage bespricht er anhand der enorm gestiegenen Möglichkeiten, die durch die Einführung der künstlichen Intelligenz (KI) entstanden sind.
KI wird durch Menschen und bisheriges menschliches Wissen trainiert. In diesem Zusammenhang wurde kürzlich bekannt, dass große US-Technikfirmen Massen von Sach-Literatur bei Antiquariaten kaufen. An diesen Büchern werden später die Rücken entfernt, damit man sie besser digital einlesen kann. Nicht selten werden sie danach vernichtet. Man spricht in diesem Zusammenhang von „destruktiver Buchdigitalisierung“. Warum unsere Provinzbibliothek nicht so kritisch wie man vermuten könnte, verrät sie in ihrem aktuellen Blog.
Über die Provinzbibliothek
Die Deutsche Franziskanerprovinz hat sich beim Zusammengehen der vier Provinzen Bavaria, Colonia, Thuringia und Saxonia im Jahr 2010 dafür entschieden, dass sie in Deutschland zukünftig nur noch eine Provinzbibliothek am Standort in München betreiben wird.
Die Bibliothek im Münchner Franziskanerkloster St. Anna soll nun zum Erinnerungsspeicher für deutschsprachige franziskanische Literatur aus den verschiedenen Jahrhunderten werden. Deshalb wird nur noch in das Fach „Franciscana” neue Literatur aufgenommen. Sie beherbergt etwa 120.000 Bände, darunter gut 20.000 Bände Altbestand. Allerdings müssen viele der alten Bücher noch „gerettet” werden, damit sie wieder zugänglich werden. Der Zahn der Zeit hat gnadenlos genagt!