16.04.2026 Maximilian Feigl

Provinzbibliothek: Die Schriften des hl. Franziskus von Assisi

Provinzbibliothek Franziskusquellen
Jeder, der in der Münchener Bibliothek vorbeikommt, kann sich die alten Quellenschriften mitnehmen. Wir verschenken sie gerne.

Unsere Provinzbibliothek berichtet in ihrem Blog regelmäßig von besonderen Büchern und unerwarteten Schätzen. Unter www.bibliothek.franziskaner.de gewähren der Provinzbibliothekar Pater Damian Bieger OFM und Historikerin und Kodikologin Dr. Sabine Buttinger einen Blick hinter die Kulissen der Bibliothek.


Obwohl es schon seit dem 19. Jahrhundert einzelne Übersetzungen gab, waren die kleinen Werke und Schriftstücke, die man Franz von Assisi als Autor direkt zuordnen konnte, weitestgehend unbekannt. Dies änderte sich im Jahr 1951: Damals eröffneten „Die Schriften des hl. Franziskus von Assisi“ als Band 1 die Reihe „Franziskanische Quellenschriften“. Den später Geborenen ist die Bedeutung davon kaum noch zu vermitteln. Nur so viel sei gesagt: Es gibt innerhalb des Ordens glaubhafte Erzählungen über Brüder, die geweint haben sollen, als sie dieses Buch zum ersten Mal gelesen haben.

Gedruckt worden war die Reihe im Dietrich-Coelde-Verlag in Werl, Herausgeber waren „Die deutschen Franziskaner“. Kurz vor Ostern sind nun Restbestände des schon seit Jahren geschlossenen und abgewickelten Verlags nach München umgezogen. Darunter: etliche Exemplare der genannten Quellenschriften. Da die Provinzbibliothek keine Dubletten sammelt, hat sie beschlossen, die Bände in gute Hände abzugeben. Denn auch wenn es seit dem Jahr 2009 eine neue, vollumfängliche Ausgabe der Franziskus-Quellen gibt, stellen die alten Bände auch 75 Jahre nach ihrem Erscheinen noch immer eine bereichernde Lektüre dar. Jeder, der in der Münchener Bibliothek vorbeikommt, kann sich die alten Quellenschriften mitnehmen. Mehr darüber verrät der Bibliotheksblog.

Über die Provinzbibliothek

Die Deutsche Franziskanerprovinz hat sich beim Zusammengehen der vier Provinzen Bavaria, Colonia, Thuringia und Saxonia im Jahr 2010 dafür entschieden, dass sie in Deutschland zukünftig nur noch eine Provinzbibliothek am Standort in München betreiben wird.

Die Bibliothek im Münchner Franziskanerkloster St. Anna soll nun zum Erinnerungsspeicher für deutschsprachige franziskanische Literatur aus den verschiedenen Jahrhunderten werden. Deshalb wird nur noch in das Fach „Franciscana” neue Literatur aufgenommen. Sie beherbergt etwa 120.000 Bände, darunter gut 20.000 Bände Altbestand. Allerdings müssen viele der alten Bücher noch „gerettet” werden, damit sie wieder zugänglich werden. Der Zahn der Zeit hat gnadenlos genagt!


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