12.03.2026

Pater Dr. Herbert Schneider verstorben

Der gütige Gott rief am 11. März 2026 den Franziskaner Pater Dr. Herbert Schneider zu sich in sein ewiges Reich.

Pater Dr. Herbert Schneider
* 08. Juni 1938 in Dockweiler
† 11. März 2026 in Mönchengladbach

Michael Herbert Schneider wurde am 8. Juni 1938 in Dockweiler (Kreis Daun, Eifel) als Sohn des Maurers Josef Schneider und seiner Frau Christine, geb. Thome, als drittes von sieben Kindern geboren.

Herbert kam nach der Volksschule 1953 auf das Gymnasium in Euskirchen und wechselte 1954 zum Kolleg der damaligen Colonia nach Exaten/NL, wo er 1959 das Abitur bestand. Am 15. April 1959 wurde er in Rietberg ins Noviziat aufgenommen, legte am 19. April 1960 dort die Einfache Profess ab und band sich in der Feierlichen Profess am 19. April 1963 in Mönchengladbach endgültig an die Gemeinschaft der Minderbrüder. Am 7. August 1965 wurde er dort auch von Weihbischof Friedrich Hünermann zum Priester geweiht.

Nach dem Pastoraljahr in Dortmund leitete Herbert bis 1971 das Studentenheim in Köln und dann bis 1973 das Filialhaus der Colonia in Münster. 1972 wurde er in Köln zum Dr. phil. promoviert und legte dann die beiden Staatsexamen zum Gymnasiallehrer ab. Ab 1973 war er als Lehrer und Internatsleiter in Vossenack tätig.

Ebenfalls ab 1973 war er in der Provinzleitung der Colonia: zuerst als Definitor, dann als Provinzialvikar und von 1980 bis 1989 als Provinzialminister in Düsseldorf. 1989 wurde er nochmals Provinzialvikar, wurde im April 1991 Assistent der Föderation der deutschsprachigen Klarissenklöster und wechselte im Oktober 1991 als Generalassistent der Klarissen nach Rom, wo er 1997 zum Leiter des Officiums pro Monialibus ernannt wurde. Ab 1998 zusätzlich Leiter der Johannes-Duns-Scotus-Akademie in Mönchengladbach (die Lebendighaltung der Theologie des Scotus war ihm ein großes Anliegen), beendete er seine Arbeit in Rom 2001 und war dann bis 2007 erneut Definitor der Colonia.

Ab 2001 lebte er als Guardian in Vossenack und war bis 2007 in der Ordensausbildung der Provinz Colonia eingebunden. 2004 wechselte er als Wallfahrtsleiter nach Neviges, kehrte 2010 nach Vossenack zurück und wurde 2019 nach Mönchengladbach versetzt, wo er sich in die Seelsorge einbrachte.

An allen seinen Einsatzorten hat Herbert Schneider immer wieder mit kleinen theologischen Schriften auf die Notwendigkeit der engen Verbundenheit der Christen mit Jesus Christus aufmerksam gemacht; dies war ihm ein Herzensanliegen.

In den letzten Jahren ließen seine Kräfte spürbar nach. Vor wenigen Wochen siedelte er in das Katharinenstift in Mönchengladbach über, wo er die nötige Pflege erhielt. In den Maria-Hilf-Kliniken in Mönchengladbach ist er am Morgen des 11. März 2026 verstorben.

Seine Angehörigen und wir Franziskaner der deutschen Provinz trauern um diesen den Menschen zugewandten Bruder. Wir vertrauen darauf, dass sein Wirken für das Reich Gottes sich nun erfülle im ewigen Frieden Gottes.

Herr, du zeigst mir den Pfad zum Leben,
vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle.
Kommunionvers der Eucharistiefeier des Sterbetages.

Das Auferstehungsamt für Pater Herbert feiern wir am 18. März 2026, 10:00 Uhr in der Klosterkirche der Franziskaner in Mönchengladbach. Anschließend findet die Beisetzung auf dem Städtischen Hauptfriedhof statt.


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