28.09.2026

Pater Kunibert Jendroszek verstorben

Der gütige Gott, der Herr über Leben und Tod, rief am 25. September 2026 den Franziskaner Pater Kunibert (Helmut) Jendroszek für immer zu sich.

Pater Kunibert Jendroszek ofm
* 20. März 1937 in Nidda 25
† September 2026 in Fulda

Pater Kunibert wurde am 20. März 1937 in Nidda geboren und auf den Namen Helmut getauft. Am 20. April 1966 trat er in Salmünster in den Franziskanerorden ein und legte am 11. April 1970 auf dem Frauenberg seine Feierliche Profess ab. Der Umbruch der Studienordnung in den deutschen Franziskanerprovinzen Ende der 1960er Jahre führte dazu, dass er sein Studium an sechs verschiedenen Orten bzw. Hochschulen absolvierte: Er begann 1967 in Sigmaringen-Gorheim, wechselte dann zunächst nach Fulda, später nach Münster, studierte von Wiesbaden aus ein Semester an der Universität Mainz, erlebte noch zwei Semester das Gesamtstudium in München St. Anna und beendete nach dessen Aufhebung seine Ausbildung an der Universität in Freiburg im Breisgau.

Am 26. März 1972 spendete ihm der Fuldaer Bischof Adolf Bolte im Dom in Fulda die Priesterweihe. Danach war er für ein Jahr im Ökumenischen Lebenszentrum Schloss Craheim bei Schweinfurt tätig und kehrte dann nochmals in das Priesterseminar in St. Peter im Schwarzwald zurück, um seine pastorale Ausbildung zu vervollständigen.

Von 1974 bis 1977 engagierte er sich in „Klöstern zum Mitleben“, zunächst im „Projekt Hadamar“, später dann in Wangen. Die längste Zeit, fast 30 Jahre, verbrachte er anschließend als Wallfahrtsseelsorger auf dem Palmbühl bei Schömberg, Kreis Balingen. Da sich die Wallfahrt dort auf den Frühling und die Sommermonate beschränkte, war er im Winter für den Dienst an anderen Orten frei – in Sigmaringen, Freiburg, Fulda, Rottweil und Weggental. Im November 2006 zog er dann ganz ins Weggental um, wo er ebenfalls in der Wallfahrtsseelsorge mitarbeitete, bevor er 2012 auf den Frauenberg kam. 2016 wurde er nach Füssen versetzt und war dann ab 2018 als Hausgeistlicher bei den Franziskanerinnen im Kloster Bonlanden tätig. Im Herbst 2023 zog er um in die Seniorenkommunität im Theresienheim in Fulda, wo er ziemlich genau drei Jahre später im Beisein lieber Menschen verstarb.

Pater Kunibert hat zu seinen Lebzeiten mehrfach darum gebeten und dies auch schriftlich festgehalten, bei der Bekanntgabe seines Todes und beim Requiem bzw. bei der Beerdigung auf „persönliche Erwähnungen“ aus seinem Leben zu verzichten. Vielleicht ist dies ein letztes Wort von ihm an uns: Entscheidend ist letztlich nicht, was ein Mensch in seinem Leben getan und wie er dieses Leben angepackt hat. Entscheidend ist, was wir von der „überreichen Gnade“ Jesu Christi erhoffen dürfen.

In Ihm besitzen wir Erlösung durch Sein Blut,
Vergebung unserer Sünden
dank Seiner überreichen Gnade.
Eph 1,7 – Primizspruch von Pater Kunibert

Das Requiem für Pater Kunibert feiern wir am Freitag, dem 2. Oktober 2026, um 10:30 Uhr in der Klosterkirche auf dem Frauenberg in Fulda. Anschließend findet die Beisetzung auf dem Klosterfriedhof statt.


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